ÖVP für verpflichtende Deutschklassen

VP-Chef Sebastian Kurz
VP-Chef Sebastian KurzBild: Helmut Graf
Im zweiten Teil ihres Wahlprogramms fordert die neue VP von Sebastian Kurz Deutschklassen für Kinder, die die Sprache nicht ausreichend können.

Unter dem Titel "Aufbruch und Wohlstand" veröffentlichte am heutigen Mittwoch die ÖVP den zweiten Teil ihres dreiteiligen Wahlprogramms. Es geht um die Bereiche Wirtschaft und Bildung. Eine zentrale Forderung im zweiten Bereich: Verpflichtende Deutschklassen "für Kinder mit zu geringem Sprachniveau".

Pflicht für Deutschunterricht

Die VP beruft sich dabei auf das Schulpflichtgesetz Paragraf 6, in dem das Kriterium für die Schulreife definiert ist, darunter "das ausreichende Beherrschen der deutschen Sprache, um dem Unterricht folgen zu können". Jene Kinder, die dieses Kriterium nicht erfüllen, "sind automatisch in Deutschförderklassen zu unterrichten – egal welches Alter sie haben", fordert die VP. Eine Einschulung in den Regelschulbetrieb soll erst erfolgen, nachdem ausreichende Sprachkenntnisse vorhanden sind.

Mehr Lehrer mit Migrationshintergrund

Sollte die Deutschklasse für den Spracherwerb nicht ausreichen, soll ein "verpflichtender Nachmittagsunterricht und Sommerkurse" greifen. Außderem will die VP mehr Lehrer mit Migrationshintergrund einstellen und das Schulfach "Staatskunde" verpflichtend etablieren. Es soll Kindern ab der 5. Schulstufe "unsere staatlichen Grundwerte" vermitteln.

Hier finden Sie das komplette VP-Wahlprogramm Teil 2 zum Durchlesen. (uha)

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