Politik

ÖVP spricht zuerst mit der SPÖ

Heute Redaktion
13.09.2021, 15:47

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer verriet am Dienstag nach der Vorstandssitzung der Partei, mit welcher Partei Sebastian Kurz in die Sondierungsgespräche starten will.

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer informierte am Dienstag die Medien über das, was in der Parteivorstandssitzung der ÖVP besprochen wurde.

"Das Hauptthema war klarerweise die Wahl vom Sonntag. Für uns war das ein historischer Tag. Eine rot-blaue Allianz hat Kurz im Parlament niedergestimmt. Die, die beim Niederstimmen dabei waren, wurden vom Wähler abgestraft", sagte Nehammer.

Was kommt jetzt?

Nehammer war klar, dass für die anwesenden Journalisten vor allem eines interessant war: Was kommt jetzt? Man werde mit allen reden, als erstes mit dem Bundespräsidenten. Dieser Ablauf ist bereits bekannt.

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Spannend sei jetzt erstmal, wer die Ansprechpartner in den jeweiligen anderen Parteien sind. Das sei heute noch nicht ganz klar, meinte Nehammer.

"Wir werden sehen, was die Gespräche bringen", sagte Nehammer zum Schluss. Allzuviel Konkretes war ihm auch in den anschließenden Fragen der Journalisten nicht zu entlocken.

Zumindest die Reihenfolge der Sondierungsgespräche verriet Nehammer: Man werde nach der Stärke, die die jeweiligen Parteien bei der Wahl errreicht haben, vorgehen. Also zuerst mit der SPÖ sprechen, dann mit der FPÖ, den Grünen und dann mit den Neos.

Auch einen groben Termin konnte man Nehammer entlocken: Sobald der Bundespräsident Sebastian Kurz den offiziellen Auftrag zur Regierungsbildung erteilt, werde man sich Termine mit den anderen Parteien ausmachen.

Danke an Helfer und Funktionäre

Er bedankte sich nicht nur bei den Funktionären der ÖVP, die mit ihrem Einsatz den Wahlerfolg ermöglichten, sondern auch bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die das auch nicht möglich gewesen wäre.

Dann zeigte Nehammer einige Zahlen her, die den Erfolg der ÖVP deutlich machen sollen. So sei nicht nur der Abstand vom Ersten zum Zweiten historisch, sondern auch die Ergebnisse am Land und in den Städten. "Beeindruckend" seien die Ergebnisse, wenn man einen historischen Vergleich hernehme.

Auch Wien streicht Nehammer als positives Beispiel hervor, so habe man erstmals im 23. Bezirk und in Penzing eine Mehrheit erreichen können. Obwohl die SPÖ in Wien noch immer stimmenstärkste Partei ist, sei der Abstand zur Volkspartei noch nie so gering gewesen.