Es sollte der krönende Abschluss eines tollen Italien-Trips werden: Rund 80.000 Besucher pilgerten am Samstagabend zum Konzert des puerto-ricanischen Sängers Bad Bunny in das Ippodromo SNAI San Siro, ein Trabrennbahn-Areal, in Mailand.
Die Stimmung unter den Fans in der norditalienischen Metropole war großartig, "es war auch vernünftig organisiert", so Gernot Buchegger (42) aus Wien, der mit seiner Frau Sandra (46) das Konzert besuchte.
Die ersten 45 Minuten waren "echt gut", doch nach der Dreiviertelstunde folgte die erste Unterbrechung, "dabei sprach der Veranstalter von Wind" – doch kurz darauf habe es "geregnet, als gäbe es kein Morgen mehr". Eine Evakuierung des Areals war unumgänglich.
Das Konzert musste abgebrochen werden, zeitgleich mussten die rund 80.000 Besucher das Areal verlassen: "Zum Glück war das Areal recht weitläufig, bei einem klassischen Stadion schaut das vielleicht schon wieder anders aus".
Zum Regen kamen dann auch noch dicke Hagelkörner dazu: "Das war wirklich wild."
Es schüttete wie aus Schaffeln, zeitgleich wollten die klatschnassen Besucher rasch nach Hause: "Es war natürlich kein Transportmittel, kein Taxi zu bekommen. Wir sind dann die rund vier Kilometer lange Strecke zum Hotel in rund eineinhalb Stunden zu Fuß gegangen", so Buchegger gegenüber "Heute". Er sei froh, dass "bei dieser Massen-Evakuierung alles so gut ausgegangen ist".
Laut Feuerwehrangaben wurden einige Besucher von großen Hagelkörnern am Kopf getroffen und verletzt – sie mussten von der Rettung versorgt werden. Ob das Konzert nochmals nachgeholt wird, war vorerst unklar. Für Gernot und Sandra geht es jetzt aber nach Hause: "Das Konzert war quasi der Abschluss unseres Italien-Urlaubs."