Ein Paar aus Kalifornien feierte im September vergangenen Jahres eine "Gender Reveal Party", um das Geschlecht von ihrem Baby zu verraten. Bei der Party in San Bernardino nutzten die werdenden Eltern Feuerwerke, um mit den Farben – blau oder pink – das Geschlecht ihres Kindes zu enthüllen. Die Feuerwerke lösten dann in der äußerst trockenen Region den "El Dorado"-Waldbrand aus. Das Feuer erstreckte sich auf über 93 Quadratkilometer.
Bei den Löscharbeiten des Waldbrandes ist ein kalifornischer Feuerwehrmann (39) ums Leben gekommen. Das Gericht erhob nun Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen die Verursacher des Feuers. Die beiden haben sich als nicht schuldig bekannt.
Der Fall ist nicht der erste, bei dem eine "Gender Reveal Party" ein Feuer auslöste. Vor wenigen Wochen wurde in Kanada ein Waldbrand wegen eines "explosiven Gegenstands" ausgelöst. 2017 wurde ein Vater zu einer Strafe von acht Millionen US-Dollar verurteilt, weil bei der Baby-Party ein Feuer ausbrach, das 192.000 Quadratkilometer Wald abbrannte. Ein anderer werdender Vater (28) wurde bei einer Baby-Party getötet, als er ein Gerät, dass er zur Verkündung des Baby-Geschlechts nutzen wollte, explodierte.
Wie es gemäß den Erzählungen des Paares heißt, versuchten sie bei der Baby-Feier, den Brand mit einer Flasche Wasser zu löschen. Doch aufgrund der starken Winde und trockenen Wetterbedingungen entfachte sich sogleich ein riesiger Waldbrand. Nebst dem toten Feuerwehrmann wurden 13 weitere Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten verletzt. Fünf Häuser brannten nieder, 15 Geschäftsgebäude wurden beschädigt und Hunderte Personen mussten evakuiert werden.
Werden die Eltern wegen Totschlags verurteilt, drohen ihnen über 20 Jahre Haft. Nebst der Anklage wegen Totschlags, muss sich das Paar auch wegen Auslösen eines Brandes und Gefährdung von Menschen und Wohngebäuden verantworten.