Fussball

Pacult: "Bin gespannt, ob sie auch mal Schiri sperren"

Klagenfurt-Trainer Peter Pacult kritisiert Referee Markus Hameter offen, fordert die Schiedsrichter-Beobachter der Liga auf, einzugreifen.
Sebastian Klein
14.03.2022, 06:59

Mit acht Glattroten Karten brach Austria Klagenfurt im Grunddurchgang einen neuen Bundesliga-Rekord. Am Sonntag sammelt der Aufsteiger im Auftaktspiel der Meistergruppe auch die erste Gelb-Rote. Bei der 1:3-Heimniederlage gegen Rapid fliegt Torschütze Turgay Gemicibasi in der 53. Minute vom Platz.

Markus Hameter verteilt zwei zumindest kleinliche Gelbe Karten an den Klagenfurter. Es ist nicht das erste Mal, dass er den Austria-Profi dieses Jahr vom Platz stellt. Schon bei 2:2 im Auswärtsspiel gegen den LASK zeigte Hameter Gemicibasi in der 96. Minute Rot.

Peter Pacult und Schiedsrichter Markus Hameter.
Gepa

Klagenfurt-Coach Peter Pacult ärgert sich im "Sky"-Interview nach der Niederlage: "Der Herr Hameter hat seinen Teil dazu beigetragen. Das ist das dritte Spiel, was er pfeift, wo wir einen Ausschluss haben. Gemicibasi ist dem Stojkovic nicht auf dem Fuß gestiegen. Das war eine oscarreife Aktion." Der 62-Jährige spricht das zweite "Gelbfoul" an. Gemicibasi geht rustikal in den Zweikampf, tritt aber wohl in den Rasen, nicht wie vom Schiri vermutet auf den Fuß von Rapids Filip Stojkovic.

Pacult: "Das muss einem Schiedsrichter mal gelingen, zwei Mal einen Spieler ohne Foul auszuschließen. Ich hoffe der Herr Hameter oder die Beobachter schauen sich diese Szene genau an. Das Problem ist jetzt, dass uns wieder ein Spieler aufgrund einer Fehlentscheidung von Herrn Hameter fehlt." Schon gegen den LASK hätten die Wiederholungen deutlich gezeigt, dass Florian Flecker nicht vom Klagenfurt-Kicker getroffen worden sei.

Neben der deutlichen Schiedsrichterkritik sucht der Trainer die Gründe für das 1:3 im eigenen Abwehrverhalten. Seine Mannschaft hätte es den Hütteldorfern bei den Gegentoren zu leicht gemacht. Aber, so Pacult: "Das Ziel für diese Saison haben wir bereits erreicht. Alles was jetzt noch kommt, ist das Sahnehäubchen – oder die Kirsche auf der Sahne. Schlagobers sagt man halt bei uns. Das Ziel haben wir mit dem Klassenerhalt erreicht und der Verein kann für die nächste Saison planen. Ich hoffe, dass sich das bei den nächsten Spielen auch in Punkten niederschlägt. Wir müssen aus dieser Situation einiges mitnehmen."

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