Der Tod von Otto Baric berührt mich sehr. Er war sicher einer der schillerndsten und vor allem erfolgreichsten Trainer, die je in Österreich arbeiteten.
Als junger Spieler holte er mich vom Sportklub zu Rapid. Unser erstes Treffen war bei einem Heurigen in Neustift am Walde. Ihm fiel mein Wagen auf, ein Autobianchi, rot-schwarz.
"Peter, mit dem Wagen brauchen Sie nicht kommen", sagte er mir.
Baric war top in der Analyse, top in der Motivation. Er hat seine Spieler stark geredet, gab alles, verlangte auch alles. Vor dem Halbfinale im Europacup gegen Dynamo Moskau war ich krank. Er rief meine Frau an, gab ihr Tipps, wie ich schneller wieder gesund werden konnte. In Glasgow spielte ich mit angeknacksten Rippen, nachdem mich vier Tage zuvor Friedl Koncilia im Derby weggeräumt hatte.
Baric war auch immer ein Mensch. Als ich selbst als Trainer in Kroatien tätig war, hatte er mich in seiner dortigen Kolumne lobend erwähnt. Danke Otto, für alles – und ruhe in Frieden.