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Pärchen dachte, es würde sterben – "ein letzter Kuss"

Ein israelisches Paar flüchtete vor den Kugeln der Hamas-Terroristen. In dem Moment machte der Mann ein Selfie – als Andenken für die Familie.
13.10.2023, 20:10
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Amit Bar und ihr Freund Nir De Jorno tanzten und feierten am Nova-Musikfestival auf einem Feld nahe der Grenze zum Gazastreifen, als die ersten Kugeln der Hamas fielen. Als die Israelin in Panik geriet, legte Nir seine Arme um sie und küsste Amit zärtlich auf die Lippen. Dann machte er ein Selfie – keiner der beiden wusste, ob sie den Angriff überleben.

Auf Instagram schildert Amit Bar die beängstigenden Stunden am Samstagmorgen. Es sei ein Wunder, dass sie und ihr Freund überlebt hätten. Zuerst seien Raketen gefallen. "Die Leute begannen zu rennen und zu schreien, dass es Terroristen gäbe." Amit und Nir eilten zum Auto, um zu flüchten. "Wir hörten das Pfeifen der Kugeln in unserer Nähe, Menschen fielen um, Terroristen verfolgten uns auf Motorrädern, um uns zu töten", schreibt die Frau.

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Eine starke Liebe "bis zum letzten Moment"

"Sie haben auf alles geschossen. Wir versuchten, uns nicht zu bewegen oder Lärm zu machen." Amit richtet sich dann in ihrem Post an ihren Freund: "Ich habe dir gesagt, dass ich keine Kraft mehr habe, aber du hast mir gesagt, dass wir keine andere Wahl hätten und dass wir weiterlaufen müssten." Das Paar versteckte sich in einem Gebüsch.

"Plötzlich hast du beschlossen, ein Selfie zu machen. Ich wurde wütend, ich verstand es nicht. Aber ich sagte mir: 'Wenn wir sterben, werden unsere Familien zumindest eine Erinnerung daran haben, dass wir uns bis zum letzten Moment geliebt haben'", schrieb die Israelin.

Sie denke an alle anderen Paare, "bei denen das Ende anders war". Auch an ihren Kollegen Ziv Hajabi, mit dem die beiden vom Festivalgelände geflohen sind und der immer noch vermisst wird. Amit postete auf Instagram ein Foto des Kollegen, in der Hoffnung, von ihm zu hören. "Wenn jemand von Ziv gehört oder ihn gesehen hat, kontaktiert uns bitte. So war er gekleidet, leitet es weiter."

Das Massaker bei dem Elektronikfestival, Teil des großangelegten Angriffs der Hamas auf Israel, wird als das opferreichste Blutbad an Zivilisten in die Geschichte Israels eingehen. Mindestens 260 Leichen wurden dort geborgen, wie der israelische Rettungsdienst Zaka mitteilte. Es könnten aber noch mehr werden, denn zahlreiche Besucher gelten noch als vermisst.