Ein nächtliches Bad in der Donau endete für ein Paar in Wien mit einem bösen Erwachen. Ein 35-Jähriger und eine jüngere Deutsche hatten sich im Juni während der Hitzewelle in einem Innenstadt-Club kennengelernt. Danach wollten sich die beiden auf der Donauinsel abkühlen.
Wie die "Krone" berichtet, legten sie am Pier 22 Kleidung, eine Tasche und mehrere Wertgegenstände ab. Darunter waren Kopfhörer, Schmuck, Schlüssel, Geldbörsen, Handys und zwei Luxusuhren. Die beiden gingen davon aus, ungestört zu sein.
Als sie nach dem Baden zurückkamen, war fast alles verschwunden. Nur die Kleidung lag noch dort. Über die Ortung eines Handys kamen die Bestohlenen dem mutmaßlichen Täter rasch auf die Spur. Sie forderten ihre Sachen zurück – mit Erfolg.
Zunächst schien auch eine teure Rolex des 35-Jährigen zu fehlen. Im Prozess stellte sich jedoch heraus, dass die Uhr die ganze Zeit bei ihm zu Hause lag. Er hatte sie an dem Abend gar nicht getragen, wie ihm später einfiel.
Vor dem Wiener Landesgericht erklärte der 42-jährige Angeklagte: "Ich wollte ihnen nur einen Streich spielen." Sein Verteidiger verwies auf den Zustand des Mannes an jenem Abend: "Der Angeklagte war stark alkoholisiert."
Für die Richterin wogen jedoch die zahlreichen Vorstrafen erschwerend. Der Vietnamese wurde wegen Sachbeschädigung von zwölf Fahrzeugen und wiederholtem Diebstahl schließlich zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.