Crystal Palace will beim letzten Saisonspiel der Premier League gegen Arsenal einen Fan-Ansturm der "Gunners"-Anhänger verhindern. Deshalb verschärfen die Londoner die Sicherheitsmaßnahmen rund um Selhurst Park deutlich. Arsenal könnte ausgerechnet bei Palace den ersten Meistertitel seit 2004 fixieren. Die Nachfrage nach Tickets ist enorm, weshalb der Klub laut "Sun" befürchtet, dass zahlreiche Arsenal-Fans versuchen könnten, Plätze im Heimsektor zu ergattern.
In einer offiziellen Stellungnahme kündigte Crystal Palace deshalb mehrere Maßnahmen an. Unter anderem wird die Ticket-Weitergabe für die Partie komplett deaktiviert, um private Verkäufe an Arsenal-Anhänger zu verhindern. Zusätzlich dürfen nur Mitglieder Karten kaufen, die bereits vor Dezember 2025 ein Konto beim Klub registriert hatten. Wer seine Karte dennoch weitergibt oder missbräuchlich nutzt, muss mit Konsequenzen rechnen. Betroffene Fans könnten in der kommenden Saison von Mitgliedschaften oder Saisonkarten ausgeschlossen werden.
Der harte Kurs kommt nicht von ungefähr. Erst am vergangenen Wochenende hatte es beim Arsenal-Auswärtsspiel gegen West Ham Aufregung gegeben. Mehrere Arsenal-Fans sollen sich im Heimsektor befunden haben. Nach dem Siegtreffer von Leandro Trossard wurden einzelne Zuschauer aus dem Stadion eskortiert, nachdem sie gejubelt hatten.
Die Londoner könnten im Meisterkampf zum Zünglein an der Waage werden. Crystal Palace liegt in der Liga aktuell nur auf Platz 14, sowohl die Europacup-Plätze als auch die Abstiegsränge sind längst außer Reichweite.
Deshalb wird bereits spekuliert, dass Glasner in den letzten drei Saisonspielen rotieren könnte. Mit Manchester City auswärts und Arsenal zuhause warten ausgerechnet die beiden Titelanwärter. Besonders das Duell mit den "Gunners" könnte heikel werden, schließlich steht für Palace nur drei Tage später das Conference-League-Finale auf dem Programm.
Glasner stellte bereits klar, dass für ihn einzig die Interessen von Crystal Palace zählen. "Ich bin nicht verantwortlich für Arsenal oder Manchester City, sondern für Crystal Palace. Ich werde bezahlt, um das Beste für sie herauszuholen und nicht für City oder Arsenal", betonte der Oberösterreicher.
Die Diskussionen um mögliche Rotation kann er deshalb wenig nachvollziehen. "Um ehrlich zu sein, wenn mich dafür jemand kritisiert... Tut mir leid. Wenn ich es so sagen darf, das ist Blödsinn! Es ist nur das letzte Spiel und es gab 37 Spieltage davor. Das heißt, ein anderes Team hat am 25. Spieltag gegen City oder Arsenal rotiert und so auch das Titelrennen beeinflusst", erklärte Glasner. Für den ehemaligen Frankfurt-Trainer werden es die letzten Wochen bei Crystal Palace. Nach Saisonende wird Glasner den Klub verlassen. Mit dem Gewinn des Europacups könnte er sich nach dem FA Cup und der Community Shield mit seinem dritten Titel verabschieden.