Palästinenser kritisieren Israel-Reise von Kurz

Der Bundeskanzler fliegt offenbar Economy.
Der Bundeskanzler fliegt offenbar Economy.Bild: Facebook
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist ab Sonntag für drei Tage lang in Israel um die bilateralen Beziehungen zu intensivieren. Nicht alle sehen das positiv.
Vor zwei Jahren besuchte Sebastian Kurz Israel - damals noch als Außenminister. Die bilateralen Beziehungen seien damals "exzellent" gewesen, betonte er nach dem Besuch. Ganz so harmonisch scheint das nun nicht mehr zu sein. Grund dafür ist die derzeitige Koalition mit der FPÖ.

Kurz respektiert FPÖ-Boykott

Seit dem Regierungseintritt wollte man seitens Israel keine Kontakte zu FPÖ-Ministern haben. Die Gespräche mit den Ministerien würden nur auf Beamtenebene stattfinden, sagte Talya Lador-Fresher, Botschafterin Israels in Österreich. In Tel Aviv meint man nämlich, dass sich die FPÖ nicht vollständig von den "judenfeindlichen Ursprüngen" gelöst habe, so Adi Kantor.

Kurz respektiert die Entscheidung in Israel, dass man FPÖ-Minister meiden möchte, betont aber im gleichen Atemzug, dass die Regierung die "proisraelischste" sei, die Österreich jemals hatte.



Keine Zeit für Palästina

Diese Ansicht teilt auch der palästinensische Botschafter Abdel Shafi - jedoch kritisiert er diese Nahost-Politik. Davor sei die Linie "traditionell ausgeglichen" gewesen. Als "Signal" sehe er, dass Kurz während seiner dreitägigen Reise keine palästinensischen Gebiete besuchen werde.

Für Shafi habe die Reise innenpolitische Hintergründe. Man wolle gerade wegen des FPÖ-Boykotts die Beziehungen pflegen und intensivieren. Das Bundeskanzleramt hingegen weist auf das dichte Programm von Kurz hin. (slo)

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