Wirtschaft

Panikkäufe – Briten geht das Benzin aus

Der Notstand an den britischen Tankstellen nimmt alarmierende Züge an. Vielerorts hätten bis zu 90 Prozent der Tankstellen keinen Sprit mehr.

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    Die Spritkrise im Zuge eines Mangels an Lkw-Fahrern in Großbritannien verschärft sich.
    Die Spritkrise im Zuge eines Mangels an Lkw-Fahrern in Großbritannien verschärft sich.
    Jon Super / AP / picturedesk.com

    Die Spritkrise im Zuge eines Mangels an Lkw-Fahrern in Großbritannien verschärft sich immer weiter. In einigen Landesteilen sei bis zu 90 Prozent der Tankstellen der Sprit sogar gänzlich ausgegangen, berichtet am Montag der Verband der unabhängigen Tankstellenbetreiber (Petrol Retailers Association PRA).

    Verbandschef Brian Madderson schilderte dem Sender BBC gegenüber, dass 50 bis 90 Prozent der Tankstellen leer seien, die anderen drohten bald auszutrocknen. Nach Schätzungen fehlen der britischen Transportbranche rund 100.000 Lkw-Fahrer.

    "Hamsterkäufe nicht nötig"

    Die Regierung versucht indes, die angespannte Lage zu beruhigen. Es gebe keinen Grund für Hamsterkäufe, betonte Umweltminister George Eustice. Es sei nämlich ausreichend Treibstoff vorhanden.

    Ende der Woche hatten sich an einigen Tankstellen dennoch lange Schlange an den Zapfsäulen gebildet. Viele Tankstellen, die noch geöffnet und Benzin hatten, rationierten ihre Abgabe allerdings. Aufrufe der Regierung, Panikkäufe zu unterlassen, wurden ignoriert. 

     Die Lage sei ernst, sagte Verbandschef Madderson, der rund 5.500 unabhängige Tankstellen vertritt, im Sender Sky.

    Mangel an Lkw-Fahrern

    An zahlreichen Tankstellen in Großbritannien gibt es aktuell Engpässe mit Benzin und Diesel, seit Tagen schon kommt es zu Hamsterkäufen und langen Schlangen. Der Grund hierfür ist ein enormer Mangel an Lastwagenfahrern, der zuvor bereits zu leeren Supermarktregalen geführt hatte. Der Hintergrund sind die zahlreichen wegen der Corona-Pandemie abgesagten bzw. verschobenen Fahrstunden und -prüfungen. 

     Hinzu kommt, dass wegen des Brexits etwa 20.000 (vor allem osteuropäische) Fachkräfte abgewandert sind. Gleichzeitig hemmen neue strenge Einwanderungsregeln aber den Zuzug neuer Arbeitskräfte.

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      Foto Hofer, Heschl