Österreich bekommt vier neue Verkehrsschilder

Für die Neuregelung des Fahrens auf dem Pannenstreifen bei Stau gibt es vier neue Verkehrszeichen. "heute.at" klärt auf!
Bereits mit Juli soll testweise der Pannenstreifen auf der Ostautobahn (A4) zwischen der Anschlußstelle Simmeringer Haide und dem Knoten Schwechat - das sind 3,8 Kilometer - freigegeben werden, wenn es zu einem Stau kommt.

Gemessen wird das Verkehrsaufkommen mit Videokameras, dafür werden noch 27 zusätzliche Kameras installiert. Die Auswertung bzw. Entscheidung über die Freigabe des Pannenstreifens treffen die Traffic Manager, das mobile Team der ASFINAG sowie die ASFINAG-Zentrale in Wien-Inzersdorf. Dafür sind auch neue Verkehrszeichen geplant - siehe Diashow oben.

Der Pannenstreifen soll generell nicht abgeschafft werden, sondern mittels Berechnungen und Computersimulationen wird getestet, ob eine temporäre Freigabe möglich ist, erklärt ASFINAG-Geschäftsführer Rainer Kienreich. Konkret werden Strecken in Ballungsräumen Wien, Salzburg und Innsbruck untersucht.

International gibt es gute Erfahrungen damit: "Wir wollen für unsere Kunden zu Spitzenzeiten einen besseren Verkehrsfluss. Dies bedeute weniger Auffahrunfälle und damit mehr Verkehrssicherheit. Fallen die Analysen positiv aus, dann könnten frühestens Ende 2019 die Pannenstreifen auf diesen Abschnitten zeitlich frei gegeben werden", sagt Kienreich.

CommentCreated with Sketch.12 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Eines wird dadurch klar: Wenn der Pannenstreifen künftig als Fahrspur verwendet wird, ist die Rettungsgasse die einzige Möglichkeit für Einsatzfahrzeuge, zum Einsatzort zu gelangen.

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) erhofft sich durch die Neuregelung eine Steigerung der Leistungsfähigkeit von hochbelasteten Autobahnabschnitten. Kritik kommt allerdings vom ARBÖ für ein weiteres Ziel der Maßnahme, nämlich der "Erhöhung der Anzahl der Fahrstreifen ohne aufwändige Verbreiterung." Dies dürfe nicht dazu führen, dass der Ausbau des Straßennetzes eingestellt wird, s0 Gerald Kumnig, Generalsekretär des ARBÖ.

Die untersuchten Abschnitte:

A 4Ost Autobahn vom Knoten Prater bis zum Knoten Schwechat in Fahrtrichtung Nickelsdorf (circa acht Kilometer).

A 1 West Autobahn von der Anschlussstelle Wallersee bis Salzburg Nord in beide Fahrtrichtungen (circa sieben Kilometer)

A 12Inntal Autobahn, zwischen Innsbruck West und Zirl Ost, ebenfalls in beide Fahrtrichtungen (circa neun Kilometer).

Video: So dreist umfahren Autolenker in Wien einen Stau



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