Markt zu unsicher

Panzerbauer KNDS bläst Börsengang ab

Der Rüstungskonzern KNDS verschiebt seinen für Juli geplanten Börsengang. Kursschwankungen bei Rüstungsaktien ließen Investoren abspringen.
Team Wirtschaft
02.07.2026, 17:05
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Der Panzerbauer KNDS wird vorerst doch nicht an die Börse gehen.

Der Konzern teilte mit, dass der für Mitte Juli geplante Börsengang wegen der aktuellen Marktschwankungen auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

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Laut einem Bericht der Financial Times hatten die Eigentümer Schwierigkeiten, Investoren von der geplanten Bewertung von mindestens 12,5 Milliarden Euro zu überzeugen.

Ursprünglich war sogar eine Bewertung von bis zu 20 Milliarden Euro im Gespräch gewesen.

Wie NTV unter Berufung auf AFP und dpa berichtet, hätte es einer der größten europäischen Börsengänge im Verteidigungssektor der vergangenen Jahre werden können. KNDS stellt unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2, den Schützenpanzer Puma und die Panzerhaubitze 2000 her.

Deutschland und Frankreich einigten sich auf Eigentümer-Struktur

Erst Anfang vergangener Woche hatten sich Deutschland und Frankreich auf die künftige Eigentümer-Struktur geeinigt. Aktuell halten der französische Staat und die deutsche Familie Wegmann jeweils 50 Prozent an KNDS.

Im Zuge des Börsengangs sollte der französische Anteil auf 40 Prozent sinken. Der deutsche Bund wollte ebenfalls 40 Prozent übernehmen, die restlichen 20 Prozent sollten an die Börse gebracht werden. Die Kosten für den Einstieg des Bundes wurden auf bis zu 7,2 Milliarden Euro geschätzt.

Rüstungsaktien unter Druck

Rüstungsaktien hatten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine stark zugelegt, schwanken aber zuletzt stark. Im Januar legte der tschechische Rüstungskonzern CSG zwar einen starken Börsenstart hin – seither hat das Papier aber mehr als die Hälfte seines Wertes verloren.

Auch der Kurs von Rheinmetall, dem Rivalen von KNDS, ist in den letzten Tagen eingebrochen. KNDS entstand 2015 durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Der Konzern beschäftigt rund 11.000 Menschen und erzielte 2025 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro.

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