Der griechische Ministerpräsident stimmt der Bildung einer Übergangsregierung in Griechenland zu. Auch zu einem Verzicht auf die Volksabstimmung ist Giorgos Papandreou bereit. Angela Merkel ist darüber zwar erfreut, will aber zuerst Taten sehen.
Der griechische Ministerpräsident stimmt der Bildung einer Übergangsregierung in Griechenland zu. Auch zu einem Verzicht auf die Volksabstimmung ist Giorgos Papandreou bereit. Angela Merkel ist darüber zwar erfreut, will aber zuerst Taten sehen.
Der stark unter Druck stehende grieche Premier Papandreou sei bereit, Gespräche über eine Übergangsregierung aufzunehmen, berichtete das greichische Staatsfernsehen NET am Donnerstag. Zuvor hatten die beiden großen Parteien, Papandreous regierende Sozialistische Pasok und die Konservative Nea Dimokratia (ND), fieberhaft nach einer Lösung der Regierungskrise gesucht. Papandreou stand unter starkem Druck, der Bildung einer Expertenregierung zuzustimmen, die unterstützt von den Konservativen das Land für eine Übergangszeit führt. Experten statt Politiker in der Regierung
Die bürgerliche Oppositionspartei hat sich aus hochrangigen Quellen mit einer Übergangsregierung einverstanden erklärt. "An dieser Übergangsregierung werden Experten und keine Politiker teilnehmen", hieß es. "Diese Regierung wird das Land nur solange führen, bis das Hilfspaket unter Dach und Fach ist. Danach Neuwahlen", sagte ein Mitarbeiter der ND der dpa. Diese Wahlen könnten sogar im Dezember stattfinden.
Papandreou zu Verzicht auf Volksabstimmung bereit
Die Griechische Opposition stimmte einem internationalen Hilfspaket zu. Nun ist Georgos Papandreou bereit, auf die Volksabstimmung zu verzichten. Am Donnerstag meinte der Ministerpräsident während einer Kabinettsitzung, dass das Referendum nie ein Selbstzweck gewesen sei. Die Oppositionspartei Neo Dimokratia (ND) stimmte Verhandlungen zur Bildung einer Übergangsregierung nur unter der Voraussetzung zu, dass Papandreou das Referendum abbläst.
Merkel: "Für uns zählen Taten"
Angela Merkel begrüßt die Entscheidungen Papandreous zwar, will aber zuerst Taten sehen, bevor das Geld wieder zu fließen beginnt. Sie wünscht sein ein schnelles Ja zu den europäischen Gipfel-Beschlüssen vom 27. Oktober. "Ich kann Taten jetzt noch nicht erkennen. Es gibt eine Vielzahl von Diskussionen."