Welt

Papst predigt gegen Konsum, für Barmherzigkeit

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:07

In Rom und Bethlehem begannen am 24. Dezember traditionell die Weihnachtsfeierlichkeiten. Im Petersdom von Rom zelebrierte Papst Franzikus die Christmette und nahm die Gläubigen ins Gebet. Weg von Konsum, hin zur Barmherzigkeit, predigte der Oberhirte zu Weihnachten. Die Sorgen wegen eines möglichen Anschlags erwiesen sich zum Glück als unbegründet.

In Rom und Bethlehem begannen am 24. Dezember traditionell die . Im Petersdom von Rom zelebrierte Papst Franzikus die Christmette und nahm die Gläubigen ins Gebet. Weg von Konsum, hin zur Barmherzigkeit, predigte der Oberhirte zu Weihnachten. Die Sorgen wegen eines möglichen Anschlags erwiesen sich zum Glück als unbegründet.  

Die Weihnachtsfeierlichkeiten wurden von Hunderten Polizisten und Sicherheitskräften bewacht. Tausende Gläubige versammelten sich tagsüber bereits an der Geburtskirche in Bethlehem. Aufgrund von Terrorangst waren aber weit weniger Gäste und Touristen - sowohl in Bethlehem, als auch in Rom.
Unter enormen Sicherheitsvorkehrungen feierte Papst Franziskus am Heiligabend die traditionelle Christmette im Petersdom. Der argentinische Pontifex leitete die Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan in diesem Jahr zum dritten Mal. In der Nacht auf Freitag spendete das 79-Jährige Oberhaupt der katholischen Kirche nach seiner Weihnachtsbotschaft den festlichen Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis).

Papst: "Weg von Überfluss, Luxus und Eigenliebe"

Der katholische Oberhirte rief in der Predigt zu mehr Erbarmen, Einfühlungsvermögen, Mitleid und Barmherzigkeit auf. Sein Vorbild ist das Jesukind selbst. "Dieses Kind lehrt uns, war wirklich wesentlich ist in unserem Leben", so Franzikus. Statt "Konsum und Vergnügung, [...] Überfluss und Luxus, Augenschein und Eigenliebe", sollen sich die Christen lieber "nüchtern-besonnen, einfach, ausgewogen und gradlinig" verhalten. 

Kein Weihnachtsfriede in Israel

In Bethlehem im Westjordanland fand an Heiligabend ebenfalls eine christliche Weihnachtsfeier statt. Bereits am Nachmittag startete die traditionelle Prozession von Jerusalem zur Geburtskirche nach Bethlehem. An ihrer Spitze Fuad Twal, der lateinische Patriarch. In der Grotte, wo Christi Geburt stattfand, beteten Gläubige den ganzen Tag über für den Weltfrieden.

Doch die Terrorangst war allgegenwärtig. Palästinenser haben auch am 24. Dezember Israelis attackiert. Drei Attentäter wurden erschossen, zwei Israelis erlitten Verletzungen durch Messerstiche. Die Hotels in Bethlehem waren wegen der bereits knapp drei Monate andauernden Gewaltwelle nur zu 40 Prozent gebucht.

Gäste-Rückgang in den Hotels

Nach dem enttäuschenden Beginn des vom eröffneten Heiligen Jahres mit einer deutlich niedrigeren Pilgerzahl als erwartet, ist auch in Rom zu Weihnachten ein massiver Touristenrückgang zu spüren.

Auch zu Silvester wird in der italienischen Hauptstadt mit einem Minus gerechnet. Terrorangst, aber auch die Absage des großen Silvesterkonzerts mit Stars vor dem Kolosseum habe zu Rückgängen bei den Buchungszahlen geführt. Auch das Jubiläumsjahr wirke sich unerwartet negativ auf den Tourismus aus, analysieren Branchenexperten.
Dreckige Luft

Weiters sorgt die Luftverschmutzung in Italien für trübe Stimmung. Da die Smogwerte seit Wochen höher als zugelassen sind, dürfen in Rom an Montagen künftig lediglich Autos mit geraden Zahlen auf dem Nummernschuld fahren; am nächsten Tag ausschließlich Autos mit ungeraden Zahlen.

Dies gilt zwischen 10 und 16 Uhr im Innenstadtbereich und sorgte unmittelbar vor Weihnachten für Aufregung. Kaufleute klagten ohnehin über ein mieses Weihnachtsgeschäft. Diese Maßnahmen gelten auch in Mailand. Dort sogar von Montag bis Mittwoch. 
Trotz Jubiläumsbeginn magere Adventszeit in der italienischen Hauptstadt. Gäste-Rückgang in den Hotels von bis zu acht ProzentRom – In Rom herrscht Katerstimmung: Touristen bleiben der Ewigen Stadt fern. Nach dem enttäuschenden Beginn des vom Papst am 8. Dezember eröffneten Heiligen Jahres mit einer deutlich niedrigeren Pilgerzahl als erwartet, hatte die Touristikbranche mit einem starken Besucherzuwachs zu Weihnachten und Neujahr gehofft. Doch die Aussichten sind trüb. An Weihnachten erwartet Roms Fremdenverkehrsverband einen Touristenrückgang von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch an Silvester wird mit einem Minus gerechnet. Im Gesamtmonat Dezember dürfte der Rückgang bei der Zahl der Gäste in den Hotels zwischen fünf und acht Prozent betragen, so der Hotelierverband Federalberghi. Mit starken Rabatten versuchen die Hotels noch, Last-Minute-Kunden zu gewinnen. Rummel und Luftverschmutzung Nicht nur Terrorangst, sondern auch der Verzicht der Gemeinde Rom, wie in den vergangenen Jahren ein großes Silvesterkonzert mit Stars vor dem Kolosseum zu organisieren, habe zu Rückgängen bei den Buchungszahlen in den Hotels geführt. Auch das Jubiläumsjahr wirke sich unerwartet negativ auf den Tourismus aus, analysieren Branchenexperten. "Pilger, die zum Heiligen Jahr nach Rom kommen, übernachten oft in religiösen Einrichtungen. Sie schrecken normale Touristen ab, die wegen des Heiligen Jahres einen zu starken Rummel befürchten und daher auf einen Rom-Reise verzichten", betonte ein Sprecher von Federalberghi. Auch die Luftverschmutzung sorgt für trübe Stimmen in der 3,5-Millionen-Metropole. Da die Smogwerte seit Wochen höher als zugelassen sind, dürfen in Rom am Montag lediglich Autos mit geraden Zahlen auf dem Nummernschuld fahren; am nächsten Tag ausschließlich Autos mit ungeraden Zahlen. Dies dürfte unmittelbar vor Weihnachten für Probleme sorgen. Kaufleute bangen um ihr Weihnachtsgeschäft. - derstandard.at/2000027882506/Katerstimmung-in-Rom-Touristen-bleiben-fern

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