Papst Franziskus hat am Mittwochabend auf der zweiten Etappe seiner Südamerikareise Bolivien erreicht und ein besonderes Gastgeschenk bekommen: Koka-Blätter. Sie sollen gegen Erschöpfung und gegen die Höhenkrankheit wirken. Die Blätter sind der Rohstoff für Kokain, werden aber in Bolivien seit der Inka-Zeit angebaut und traditionell gekaut.
Papst Franziskus hat am Mittwochabend auf der zweiten Etappe seiner Südamerikareise Bolivien erreicht und ein besonderes Gastgeschenk bekommen: Koka-Blätter. Sie sollen gegen Erschöpfung und gegen die Höhenkrankheit wirken. Die Blätter sind der Rohstoff für Kokain, werden aber in Bolivien seit der Inka-Zeit traditionell angebaut und gekaut.
Empfangen wurde das Kirchenoberhaupt vom bolivianischen Präsidenten Evo Morales, der ihn umarmte und ihm Koka-Blätter als Geschenk überreichte. Auf den Verzehr verzichtete der Papst vorerst.
Wie auch in seiner vorherigen Station, Ecuador, wurde der Argentinier von hunderttausenden Gläubigen umjubelt und als lateinamerikanischer Papst besonders gefeiert. In seinen Ansprachen und Messen während seiner achttägigen Reise betonte er immer wieder das friedliche Zusammenleben der vielen Ethnien in den südamerikanischen Ländern: "Wie viel Freude bereitet es uns zu wissen, dass das Spanische, das in diese Länder gebracht wurde, heute mit 36 indigenen Sprachen zusammenlebt und sich vermischt".
Außerdem sind der Schutz der Armen und der Umwelt Themen auf der "Homecoming" Tour des Pontifex. In Bolivien will er noch ein Gefängnis besuchen und auf Vertreter indigener Völker treffen. Das letzte Ziel der Reise wird Paraguay sein, wo er unter anderem die Slums der Hauptstadt Asuncion besuchen wird. Am 13. Juli kehrt der Papst nach Rom zurück.