Ärger um eine Organstrafverfügung in der Wiener Leopoldstadt! Eine Frau parkte ihren Mercedes GLC am Dienstag um 13.55 Uhr in der Nordwestbahnstraße 3 und legte – wie sie betont – einen korrekt ausgefüllten 15-Minuten-Parkschein hinter die Windschutzscheibe.
Als sie wenig später zu ihrem Wagen zurückkehrte, wartete dennoch eine böse Überraschung: Hinter dem Scheibenwischer klemmte eine Organstrafverfügung über 50 Euro.
Die Autofahrerin ist überzeugt, dass bereits die angegebene Uhrzeit auf der Strafe nicht stimmen könne. "Ich bin mir sicher, dass ich noch innerhalb der 15 Minuten war", sagt sie im Gespräch mit "Heute". Beweisen lasse sich das allerdings schwer, räumt sie selbst ein. Doch damit nicht genug: Laut der Lenkerin enthält die Anzeige noch weitere Fehler.
So soll der Parksheriff ihr Fahrzeug falsch identifiziert haben. Statt eines Mercedes GLC – erkennbar am markanten Stern auf der Motorhaube – wurde auf der Organstrafverfügung ein Porsche vermerkt. "Offenbar wurde mein Auto verwechselt", ärgert sich die Wienerin.
Auch bei der Parkscheinnummer soll dem Beamten ein Fehler unterlaufen sein. Der hinterlegte Parkschein trug laut der Frau die Nummer "157427AAF". Auf der Organstrafverfügung scheint jedoch "147427AAF" auf – statt einer 5 wurde also eine 4 notiert. "Einzig und allein das Kennzeichen konnte der Sheriff richtig schreiben. Alles andere ist schlichtweg falsch", sagt sie verärgert.
Die 50 Euro will die Autofahrerin jedenfalls aus Prinzip nicht bezahlen. Sie kündigt an, die Strafe anzufechten – notfalls durch alle Instanzen. Ob die formalen Fehler ausreichen, um die Organstrafverfügung zu kippen, wird sich zeigen.