Nächster Aufreger rund um den Ramadan in Wien! Dieses Mal sorgt ein Kalender in einer Volksschule in der Leopoldstadt für hitzige Diskussionen unter den Erziehungsberechtigten.
In einem Schreiben wurden die Eltern darüber informiert, dass es in der Klasse im Zuge der Fastenzeit einen Ramadan-Kalender geben wird. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um religiöse Belehrung, sondern darum, Vielfalt sichtbar zu machen und den respektvollen Umgang miteinander zu stärken.
Ähnlich wie beim Adventkalender sollen die Kinder täglich ein kleines Geschenk erhalten. Die gemeinsamen Einblicke in andere Traditionen sollen Verständnis fördern und das Miteinander in der Klasse stärken, heißt es in der Mitteilung. Für die Schule ist klar: Es gehe um kulturellen Austausch – nicht um Missionierung.
Doch nicht alle Eltern sehen das so wie die Schulleitung. Ein Vater meldete sich im "Heute"-Talk zu Wort – und übte deutliche Kritik. In der Klasse gebe es Kinder mit erheblichen Deutsch-Schwächen.
"Die Schule hat andere Probleme, als sich Gedanken zum Ramadan zu machen", so der Wiener. Der Familienvater hat selbst Migrationshintergrund und verstehe nicht, warum sein Kind in Österreich mit dem Ramadan konfrontiert werde. "Das hat in der Schule nichts verloren", betont er weiter.
Die Diskussion rund um Ramadan-Kalender in Bildungseinrichtungen dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen. Erst vor Kurzem hatte ein ähnlicher Fall in einem Wiener Kindergarten für helle Aufregung gesorgt.