Weil ein Kind mit seinen Freunden die Tradition des Ramadan teilen wollte, hat es einen "Ramadan-Kalender" gebastelt und in seinen Kindergarten mitgebracht. Das sorgte für Ärger bei den Eltern, diese hätten davon nichts gewusst, schildert eine Mutter gegenüber "Heute".
Brisant: Bei besagtem Kindergarten handelt es sich um den Betriebskindergarten des Bundeskanzleramts, dieser wird von den "Kinderfreunden" betrieben. Seitens der Einrichtung wird betont, dass der Kalender nicht im Kindergarten gebastelt oder erarbeitet worden sei. Es würden keine religiösen Hintergründe thematisiert oder vermittelt, sondern "ausschließlich altersgerechte Inhalte wie Dankbarkeit, Freundschaft und gemeinsames Erleben nähergebracht", heißt es.
All diese Erklärungsversuche prallen bei der FPÖ ab, diese poltert via Aussendung und spricht von einem "Skandal". Familiensprecherin Ricarda Berger sieht in der Causa gar einen "weiteren, traurigen Beweis für die fortschreitende Islamisierung in Österreich". Die Österreicher würden um ihre Tradition kämpfen, Kanzler Christian Stocker hingegen kapituliere im eigenen Kindergarten vor dem politischen Islam.
Die Freiheitliche spricht von einer "schrittweisen Verdrängung unserer Kultur", die unter dem "Deckmantel von 'Toleranz' und 'Partizipation' betrieben werde. "Unsere Kleinsten werden instrumentalisiert und mit fremden Bräuchen konfrontiert, während österreichische Feste wie Ostern oder Weihnachten immer öfter aus falsch verstandener Rücksichtnahme in den Hintergrund gedrängt werden", so Berger.
Dem Erklärungsansatz der Kindergartenleitung schenkt die Abgeordnete keinen Glauben. Sie stellt Vorsatz in den Raum: "Die Eltern werden bewusst vor vollendete Tatsachen gestellt. Man will den Widerstand gegen die Überfremdung brechen, indem man schon bei den Jüngsten ansetzt", wird sie in der Mitteilung zitiert.
Dem Bundeskanzler wirft die Politikerin "Realitätsverweigerung" vor. Hier findet eine "Kapitulation auf Raten statt", poltert Berger. Von der Koalition fordert sie "ein Bekenntnis zu unseren Werten". Es sei Zeit, "unsere Kinder und unsere Heimat zu schützen".