Am 19. Februar begann der muslimische Fastenmonat Ramadan. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf während dieser Zeit weder gegessen noch getrunken werden. In vielen Schulen wird das Thema derzeit intensiv diskutiert. Pädagogen berichten, dass immer mehr Kinder im Unterricht ohnmächtig werden. Nun sorgt auch ein Ramadan-Kalender in Wien für Aufregung.
Doch nicht nur die Lehrer sind besorgt. Auch eine junge Mutter berichtet im Gespräch mit "Heute", dass sie an der Schule ihrer Kinder negative Erfahrungen gemacht hat. Unter anderem führte dies dazu, dass sie mit ihrer Familie aus Wien weggezogen ist.
"Wir möchten unseren Kindern ein Umfeld bieten, das wir als ruhig und sicher empfinden", erklärt die 22-jährige Rojin. Ihr erstes Kind wurde im November 2022 geboren. Der Wunsch nach einem zweiten Kind habe die Entscheidung zusätzlich bestärkt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann (27) und ihren mittlerweile zwei Kindern zog sie von Wien in den Bezirk Korneuburg.
Beide Eltern sind in Wien geboren und aufgewachsen. In den letzten Jahren habe sich jedoch ihr Gefühl für Sicherheit und Werte verändert. Rojin berichtet, dass sie sowohl in den Schulen als auch im öffentlichen Raum eine stärkere Präsenz islamisch geprägter Wertvorstellungen wahrnimmt.
"Wir möchten nicht, dass unsere Kinder mit Werten konfrontiert werden, die nicht zu unserer christlichen Erziehung passen", erklärt sie weiter. Für die jungen Eltern war daher schnell klar: Sie werden Wien wieder verlassen.
Beide Eltern haben keinen österreichischen Hintergrund: Rojin stammt aus dem Iran, ihr Mann aus Kroatien. Im Iran sehe man, was der radikale Islam anrichtet, daher verließ sie das Land.
In Niederösterreich erlebt die Familie nun den Alltag als ruhiger und überschaubarer. Sie fühlt sich dort sicherer und familiärer aufgehoben. Der Umzug sei eine langfristige Entscheidung gewesen, um ihren Kindern ein sicheres und stabiles Umfeld zu bieten.