Quietschende Bremsen, schlappe Reifen oder ein Licht, das nur dann geht, wenn es will? Kein Problem. Die Grüne Radrettung rollt wieder durch Wien - und das bereits zum 21. Mal. Bis Ende September stehen über 70 Termine am Programm, vor allem an Freitagen und Samstagen.
Das Motto: Rad vorbeibringen, durchchecken lassen, weiterfahren. Geprüft werden Bremsen, Kette, Licht, Schlauch und Reifen. Kleinere Reparaturen erledigt das Team gleich vor Ort. Für größere Baustellen wird an Werkstätten vermittelt. Eine Anmeldung brauchst Du nicht.
"Mit unseren kostenlosen Fahrrad-Checks möchten wir Radfahren in Wien fördern und gleichzeitig jene unterstützen, die sich teure Reparaturen oder die stark gestiegenen Öffi-Tickets nicht leisten können", erklärt Judith Pühringer, Parteivorsitzende der Grünen Wien.
Gerade in Zeiten, in denen vieles teurer wird, setzen immer mehr Wiener auf gebrauchte Räder oder holen alte Drahtesel aus dem Keller. Doch oft fehlt die technische Überprüfung. Hier springt die Radrettung ein. "Die kostenlosen Fahrradchecks werden auch deshalb immer wichtiger, weil Radfahren für viele Wiener:innen kein Lifestyle-Thema ist, sondern simple Alltagsnotwendigkeit und günstige Mobilitätsform. Erst recht, seit die SPÖ die Öffi-Tickets massiv verteuert hat", so Mobilitätssprecher Kilian Stark.
Und weiter heißt es: "Wir sorgen dafür, dass Mobilität nicht vom Einkommen abhängt und dass aus kleinen Problemen keine großen werden", so Pühringer und Stark.
Seit der Gründung 2005 ist die Radrettung fixer Bestandteil der Wiener Fahrradkultur. Pro Saison werden zwischen 2.000 und 3.000 Fahrräder fit gemacht - und das in allen 23 Bezirken.