Parteien mobilisieren gegen "Monstergaragen" in Wien

Mit einer Petition wollen Anwohner, SPÖ und Neos den Bau von "Volksgaragen" verhindern.
Mit einer Petition wollen Anwohner, SPÖ und Neos den Bau von "Volksgaragen" verhindern.Andreas Pohancenik
Auf Initiative von ÖVP und FPÖ sollen in Hietzing mehrere Großgaragen entstehen. Um das zu verhindern, rufen SPÖ und Neos zu einer Petition auf.

Mitte März beauftragte der Bezirk die Prüfung neuer "Volksgaragen". Bürger liefen dagegen Sturm, wir haben berichtet. Der Bau wurde von ÖVP und FPÖ in der letzten Bezirksvertretungssitzung beantragt und auch beschlossen. Parken sollen dort vor allem Touristen und Pendler, wie die SPÖ per Aussendung warnt. Gemeinsam mit den Neos ruft man auf, die von Bewohner getartet Petition "Keine Monstergaragen im Hietzinger Wohngebiet" zu unterzeichnen.

"Massive Bodenversiegelung und Verkehrslawine"

Durch Einführung des Parkpickerls seien endlich ausreichend Parkplätze für Anrainer und Besucher vorhanden, finden die Neos. Durch Parkhäuser Pendler und Touristen mit ihrem PKW nach Hietzing zu locken, sei nicht zeitgemäß. "Mehr Durchzugsverkehr würden die Hietzinger Wohngebiete schwer belasten", kritisiert Bezirksklubobmann Johannes Bachleitner.

"Zeitgemäß ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und Intervallverdichtungen, aber nicht der Bau von Garagen oder Parkhäusern. Durch diese Maßnahme käme es zu einer massiven Bodenversiegelung, zur Schaffung von neuen Hitzepolen und zu einer Steigerung des motorisierten Verkehrs", ist stellvertretender SPÖ-Bezirksvorsteher Matthias Friedrich alarmiert. Er befürchtet eine Verkehrslawine sollte die Garagen umgesetzt werden.

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