Party mit Prostituierten: Prozess gegen Manager

Ein Manager der Hamburg-Mannheimer Versicherung (heute: Ergo) muss vor Gericht, da er 2007 eine Sex-Party mit 20 Prostituierten für Mitarbeiter in der Budapester Gellert-Therme um 330.000 Euro organisiert hatte. Der Prozess startet am 14. Juni.
Der feucht-fröhliche Ausflug einer deutschen Finanz-Firma hat ein Nachspiel vor Gericht: Ein Manager der ehemaligen Hamburg-Mannheimer Versicherung (heute: Ergo) hatte eine Firmenfeier um 330.000 Euro im Budapester Gellert-Bad organisiert - inklusive 20 Prostituierten.

Der Ex-Mitarbeiter hatte im Jahr 2007 als Belohnung die besten Makler für eine eingeladen, bei der es äußerst ausschweifend zugegangen sein soll, erzählte ein Teilnehmer dem "Spiegel": "Die Damen trugen rote und gelbe Bändchen. Die einen waren als Hostessen anwesend, die anderen würden sämtliche Wünsche erfüllen. Es gab auch Damen mit weißen Bändchen. Die waren aber reserviert für die Vorstände und die allerbesten Vertriebler."

Bis zu zehn Jahre Haft

Laut der Staatsanwaltschaft in Hamburg waren mindestens 64 Versicherungsvertreter dabei, doch das Hauptaugenmerk gilt dem Organisator der Party: Er soll mit dem ebenfalls angeklagten Co-Geschäftsführer einer Eventagentur die wahren Kosten verschleiert und gegen interne Unternehmensrichtlinien verstoßen haben. Der Versicherung sei so ein Schaden von 52.000 Euro entstanden.

Der Fall kam ans Licht, als die Hamburg-Mannheimer von der Ergo Versicherung übernommen wurde – das Unternehmen selber erstattete Anzeige. Dem Ex-Manager drohen wegen dem Verdacht der Untreue bis zu zehn Jahre Haft, der Prozess startet am 14. Juni.
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