Patienten aus Frankreich nach Salzburg geflogen

Zwei schwer erkrankte Männer aus Frankreich wurden am Mittwochabend zur Behandlung nach Salzburg geflogen.
Die beiden Franzosen sind schwer an Covid-19 erkrankt und landeten um 18.30 Uhr aus der nordostfranzösischen Stadt Metz kommend mit dem Militärhubschrauber am Flughafen in Salzburg.

Ein weiterer Hubschrauber aus Deutschland mit einem dritten Patienten wird ebenfalls erwartet. Im Militärhelikopter des Typs NH90 wurden ein 67- und ein 77-jähriger Franzose überstellt, im deutschen Notarzthubschrauber, der aus Baden-Baden kommen soll, wird ein 68-jähriger Patient aus Frankreich transportiert.

Alle drei Männer seien intubiert, werden beatmet und würden neben dem Coronavirus auch Vorerkrankungen aufweisen. Die drei Patienten sollen auf der Intensivstation des Covid-Hauses am Uniklinikum untergebracht werden.

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Primar appelliert an Solidarität



"Wir haben derzeit die Kapazitäten, um diese Patienten in Salzburg zu behandeln", sagte Richard Greil, Primar am Uniklinikum und Leiter des medizinischen Einsatzstabes des Landes für Covid-19. Er ist überzeugt, dass internationale Solidarität im Kampf gegen das Coronavirus notwendig ist.

Die Abgrenzung von Ländern, Bundesländern oder Gemeinden könne keine dauerhafte Strategie sein, wenn man wieder zu einem normalen Leben zurückkehren wolle, meinte er in einer Videokonferenz.

Die französischen Spitäler sind zusehends überlastet. Vor allem in Paris spitzt sich die Lage zu. "In der Region Paris gibt es 1.200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2.700 Patienten auf der Intensivstation", sagte Aurelien Rousseau, Direktorin der regionalen Gesundheitsbehörde in Ile-de-France.

Man habe die Kapazitäten zwar mehr als verdoppelt, doch man stoße nun an die Grenzen der Möglichkeiten. "Jeder gibt wirklich alles, ein Intensivbett nach dem anderen wird aufgetrieben."



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