Paukenschlag! MAN-Mitarbeiter gegen Wolf-Übernahme

In Steyr demonstrierten im Herbst 4.000 Beschäftigte gegen Schließungspläne bei MAN.
In Steyr demonstrierten im Herbst 4.000 Beschäftigte gegen Schließungspläne bei MAN.fotokerschi.at
Die MAN-Mitarbeiter in Steyr dürften gegen die Wolf-Übernahme gestimmt haben. Das sickerte am Donnerstag durch.

Zwei Drittel der Stimmen der Belegschaft hatte sich Ex-Magna-Mitarbeiter als Ergebnis gewünscht. Doch es sieht ganz anders aus. Es könnte zu einem Paukenschlag kommen.

Seit 7 Uhr Früh werden die Stimmen ausgezählt. Und am Donnerstagvormittag sickerten dann schon erste Ergebnisse durch. Mehr als 2.356 Beschäftigte waren stimmberechtigt. Und angeblich stimmten mehr als 60 Prozent gegen das Übernahmeangebot. 

Mehr als 60 Prozent gegen Wolf-Plan

Insgesamt gab es demnach 2.188 gültige Stimmen, davon waren laut ORF 63,9 Prozent gegen die Wolf-Übernahme, 34,9 Prozent waren dafür, 1,2 Prozent der Stimmen waren ungültig. 

Bei den Leasingkräften soll die Ablehnung mit 71,4 Prozent laut ORF noch höher gewesen sein als bei der Stammbelegschaft.

Betriebsratschef: "Zusperren keine Option"

Wolf wollte das Werk mit 1. Jänner 2023 übernehmen. Sein Deal: 600 Mitarbeiter hätten gehen müssen, sie hätten im Gegenzug 10.000 Euro einmalig bekommen. Die restliche Belegschaft hätte auf 15 Prozent Gehalt verzichten müssen.

Wie geht es bei einem negativen Ergebnis weiter? Betriebsratschef Erich Schwarz sagt im "Heute"-Gespräch jedenfalls: "Zusperren ist für uns keine Option". Neben Wolf gebe es weitere Interessenten, die dann investieren wollen, so Schwarz.

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