"Paula" nach 3 Wochen 100 km von Zuhause gefunden

Über diese Route war Paula von ihrem Daheim im deutschen Deggendorf 99 Kilometer bis nach Putzleinsdorf im Bezirk Rohrbach gewandert.
Über diese Route war Paula von ihrem Daheim im deutschen Deggendorf 99 Kilometer bis nach Putzleinsdorf im Bezirk Rohrbach gewandert.google maps/TROÖ
Fast 100 Kilometer in 3 Wochen schaffte Berner Sennenhündin "Paula" zu Fuß. Sie war von Deggendorf (DE) losgewandert, wurde in OÖ gefunden.

Drei Wochen lang war "Paula" vermisst. Die 6-Jahre alte Berner Sennenhündin war ganz plötzlich von ihrem Daheim im niederbayerischen Deggendorf, von einem Bauernhof, losmarschiert, hatte sich dann wohl verirrt und kam fast 15 Tage und 99 Kilometer später, in Putzleinsdorf (Bez. Rohrbach) an. 

Die Hündin dürfte schon ein paar Tage lang in dem 1.541 Einwohner-Ort im oberen Mühlviertel ziellos herumgestreunt sein, bis sie ein Mann schließlich sichern und zum nächsten Tierarzt bringen konnte. Der untersuchte "Paula" natürlich erst (sie ist top-fit), rief dann die Tierrettung OÖ zu Hilfe. 

Gefunden über Facebook

"Paula war zwar gechipt, aber nicht registriert. Das ist in Deutschland nicht zwingend notwendig. Allerdings wussten wir so auch nicht, wem sie gehört", so Daniela Bachmaier (41) von der Tierrettung OÖ. Den Helfern blieb deshalb nur eine Möglichkeit: sie suchten über Facebook nach den Besitzern - mit Erfolg! Eine Freundin des Paares hatte den Post gelesen und "Paula" sofort wiedererkannt.

"Ihre Besitzer haben schon fast die Hoffnung aufgegeben, Paula nochmal wiederzusehen"

Dienstagabend kam es dann zum großen Happy-End. Die 50 Kilo-Hündin wurde an ihre Besitzer Ulli und Michael übergeben. "Unser Obmann Willi hat sich mit den beiden in Suben - an der Grenze zu Deutschland - getroffen. Die Freude war auf beiden Seiten natürlich riesengroß.

Ihre Besitzer haben schon fast die Hoffnung aufgegeben, 'Paula' nochmal wiederzusehen. Es wurde das Schlimmste befürchtet, dass sie vielleicht von einem Jäger angeschossen oder von einem Auto überfahren wurde", erzählt Bachmaier.

Wasser aus Bach und tote Tiere

Wie die Hündin die ganze Zeit über ohne Wasser und Futter - vermutlich von Deggendorf über Passau nach Wegscheid und dann nach Putzleinsdorf - auskommen konnte, darüber kann nur spekuliert werden.

"An und für sich gibt es auf dieser Strecke genug Bacherl aus die sie hätte trinken können. Wir schätzen, dass sie sich aus der Natur ernährt hat und auch genügend tote Tiere gefunden hat. Körperlich fehlt es ihr jedenfalls an nichts, man sieht ihr nicht an, dass sie so lange unterwegs war. 'Paula' ist top-fit, einzig ihr Fell war recht verfilzt", so die Tierretterin.

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