PCR-Streit: "Eltern müssen sich verlassen können"

Wiens Gesundheitsstadtrat verteidigt die strengen Wiener PCR-Tests
Wiens Gesundheitsstadtrat verteidigt die strengen Wiener PCR-TestsHERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Die PCR-Tests "Alles gurgelt" sind strenger, als die bundesweit in Schulen eingesetzten "Alles spült"-Tests. Die Stadt findet das wenig befriedigend.

Nicht nur bei Corona-Regeln, auch bei den Grenzwerten bei PCR-Tests geht Wien einen strengeren Weg. Das hat zur Folge, dass in der Bundeshauptstadt mehr positive Fälle festgestellt werden – "Heute" berichtete. Wien fordert daher nun eine Evaluierung des bundesweiten Standard-Schultests. Konkret gilt man bei "Alles gurgelt" bei einem Ct-Wert unter 40 als Coronafall, bei "Alles spült" liegt dieser Wert niedriger. Wo genau ist geheim.

Hacker warnt vor unerkannten Coronafällen in Schulen

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker verteidigt diesen Weg gegenüber "Heute": "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Ich stehe dazu, dass wir mit ,Alles gurgelt’ viele Fälle an Schulen finden und darum auch viele Klassen gesperrt haben. Unangenehm könnte lediglich sein, dass wir österreichweit ein Testsystem an Schulen haben, das womöglich viel zu wenige Fälle findet und sich deshalb auch Kinder unerkannt im Schulbetrieb anstecken."

"Deshalb haben die Wiener VertreterInnen in der Ampel-Kommission auch eine Validierung eingefordert. Hier geht insbesondere darum, dass sowohl Eltern als auch Kinder sich darauf verlassen können, dass die Tests gut und sicher sind“, so Hacker zu "Heute".

"Kein Wettbewerb, wer die höhere Positivitätsrate hat"

Boris Fahrnberger, Geschäftsführer von COVID Fighters, der für das Bildungsministerium die "Alles spült"-Tests abwickelt, verteidigt "seine" Tests: "Die derzeitigen Cut-Off Werte der PCR-Schultestauswertungen entsprechen den Vorgaben des Bildungsministeriums und sind von uns nach bestem Wissen und Gewissen gesetzt. Es geht darum, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu schützen und nicht um einen Wettbewerb, wer die höhere Positivitätsrate hat. Gerne sind wir in Absprache mit dem Ministerium bereit, diese Werte anzupassen; sie sind nicht in Stein gemeisselt."

Im Bildungsministerium sieht man auf "Heute"-Anfrage dafür keine Notwendigkeit. Bisher habe nur Wien Bedenken geäußert

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