Politik

Peinliche Panne! ORF macht Rendi wieder zur SPÖ-Chefin

Der ORF lädt wieder zum Sommergespräch. In der Ankündigung dazu machte der Rundfunk aber unabsichtlich Rendi-Wagner wieder zur SPÖ-Chefin.

Roman Palman
Pamela Rendi-Wagner ist eigentlich von der Politbühne abgetreten.
Pamela Rendi-Wagner ist eigentlich von der Politbühne abgetreten.
Helmut Graf

Seit dem nicht unumstrittenen SPÖ-Parteitag samt pannenreicher Auszählung der Stimmen ist Andreas Babler der neue Chef der SPÖ. Pamela Rendi-Wagner, die die Sozialdemokratie in den Jahren mit nur mäßigem Erfolg in die Nationalratswahlen geführt hatte, wurde damit offiziell abgelöst. Mitte Juni verabschiedete sie sich dann auch aus dem Parlament. Es sollte ein kompletter Rückzug aus der Politik werden. Oder doch nicht?

Der ORF machte am Donnerstag in einer Pressemitteilung seines aktuellen Sendungsfahrplan für seine diesjährigen Sommergespräche auf einmal Pamela Rendi-Wagner erneut zur SPÖ-Chefin, kündigte den großen Talk mit ihr für 28. August an. Allerdings nur auf dem digitalen Papier.

Die peinliche Panne fiel dem Medienhaus am Küniglberg zwar etwas später auf, doch da war der fehlerhafte Text schon ausgeschickt. Eine halbe Stunde später folgte deshalb eine Korrektur. Darin heißt es dann korrekt: "28. August: Andreas Babler, SPÖ".

Schiefe Optik, "wie Verhör"

Die traditionellen Sommergespräche mit den Parteichefs laufen seit dieser Woche immer am Montag. NEOS-Frontfrau Beate Meinl-Reisinger machte den Anfang am extra vom ORF ausgewählten Drehort im Parlament, der den Charme eines holzvertäfelten Besenkammerls versprühte. "Ein bisschen wie bei einem Verhör bei einem Spionage-Thriller", kritisierte die pinke Politikerin im Anschluss die düstere Interviewsituation. 

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    Im ersten Sommergespräch des Jahres stellte sich Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger den Fragen von ORF-Moderatorin Susanne Schnabl.
    Im ersten Sommergespräch des Jahres stellte sich Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger den Fragen von ORF-Moderatorin Susanne Schnabl.
    Sabine Hertel

    In diesem ungünstigen Setting sorgten die Kameraleute noch zusätzlich für schiefe Optik. In kaum einer Einstellung waren die Kameras auch wirklich gerade ausgerichtet, was man an den parallel verlaufenden Linien der Holzvertäfelung im Hintergrund auch deutlich sehen konnte. 

    Als nächster darf Vizekanzler und Grünen-Mastermind Werner Kogler am 14. August in der Dunkelkammer Platz nehmen. Ihm folgen Herbert Kickl am 21. August, Andreas Babler (ja, wirklich!) am 28. August. Kanzler und VP-Boss Karl Nehammer macht am 4. September dann den Abschluss.

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      HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com