Penis ab, aber keine Rettung: Häf'narzt verlor nun Job

Arzt verlor Job nach Blutdrama in Göllersdorf
Arzt verlor Job nach Blutdrama in GöllersdorfSchaler Fritz
Der blutige Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt und hat jetzt für einen Psychiater aus der Justizanstalt Göllersdorf ein unliebsames Nachspiel: Er verlor seinen Job im Gefängnis.

Der Unfall eines Häftlings in der Justizanstalt Göllersdorf (Bezirk Hollabrunn) Anfang März hatte für Aufsehen gesorgt: Wie berichtet, hatte ein Tschetschene ein selbst gebasteltes Skalpell genommen und versucht, sich zu beschneiden. Dabei dürfte der Insasse jedoch abgerutscht sein, er schnitt sich den Penis unterhalb der Spitze ab.

In der Folge entschied der diensthabende Arzt: kein Notarzt! Das Opfer wurde von ihm vor Ort erstversorgt und dann mit dem Gefängnisbus (ein Fahrer, zwei Begleiter, Anm.) ins Kremser Krankenhaus gebracht.

Patient verblutete fast

Dabei verlor der Insasse viel Blut, wurde bewusstlos. "Er starb beinahe, die Kollegen berichteten gar Dramatisches. Es war absolut nicht nachvollziehbar, warum in diesem Fall kein Notarzt gerufen wurde", so ein Beamter. 

Das Penisstück konnte im Klinikum nicht mehr angenäht werden, der Patient erholte sich aber. Für den diensthabenden Arzt, einen Psychiater, der als Assistenzarzt im Wiener AKH und eben in der Justizanstalt Göllersdorf arbeitet, hatte die Entscheidung Konsequenzen: Er ist seinen Job in der Justizanstalt Göllersdorf los.

Es ist übrigens der zweite schwerwiegende Fall bei dem ein Gefängnispsychiater aus NÖ involivert ist bzw. einer der Hauptdarsteller ist – ein anderer Gefängnisarzt hatte unlängst erst eine mit Medikamenten vergiftete Torte in eine niederösterreichische Justizanstalt gebracht ("Heute" berichtete). 

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