Penis-Posse um Skulptur auf dem Karmeliterplatz

Im Grätzel gehen derzeit die Wellen hoch. Eine Marmor-Skulptur ist der Stein des Anstoßes. Im Viertel ist sie nur noch als das "Phallus-Symbol" bekannt.

Den Bewohnern des Leopoldstädter Grätzels reicht es. Sie wollen, dass die Installation "Traum" der bekannten Künstlerin Ulrike Truger – im Viertel nur noch als "Phallus-Symbol" bekannt – endlich entfernt wird. Seit September 2018 verschönert – oder verschandelt, je nach Standpunkt – das temporär geplante Kunstwerk den Platz.

Eine der Kritikerinnen des "Phallus" ist Kunsthistorikerin Sophie Geretsegger. Laut ihr ist das Werk nur "ein unmotivierter Spitz in der Landschaft". Außerdem hat sie Sicherheitsbedenken, denn: "Der Sockel ist äußerst schleißig gemacht".

Steuergeld-Verschwendung?

Weiters wirft sie Fragen nach dem sorgsamen Umgang mit Steuergeld auf: "Gab es eine Ausschreibung? Bezahlt das der Bezirk? Und wenn ja, wie rechtfertigt er die Kosten?"

Die Bezirksvorstehung betont, "dass dem Steuerzahler keine Kosten entstanden sind", denn: Die Statue ist eine Leihgabe der Künstlerin. Die Kosten für Transport und Montage sind "geringfügig", so die Bezirksvorstehung.

Keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit

"Uns ist nicht bekannt dass es irgendwelche Gefährdungen gibt, aber wir prüfen das natürlich", sagt der Grüne Bezirks-Vize Bernhard Seitz zu "Heute.at".

Die Genehmigung für die "temporäre" Skulptur wurde laut Seitz bis November 2020 verlängert. "Es gibt noch keine Pläne wie es dann weitergeht, aber es wäre schön, sie im öffentlichen Raum zu halten", sagt Seitz zur Zukunft der Skulptur.

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