Pete Hegseth, der Verteidigungsminister der USA, hat bei einer Pressekonferenz Trump-kritische Journalisten scharf angegriffen. Er verglich sie mit den Pharisäern aus dem Neuen Testament – jener Gruppe, die Jesus zu Fall bringen wollte.
"Die Pharisäer, die selbsternannten Eliten ihrer Zeit, waren dabei, um alles aufzuschreiben, zu berichten – aber ihre Herzen waren verhärtet", sagte Hegseth. "Unsere Presse ist genau wie diese Pharisäer – nicht alle, aber die Trump-hassende Presse. Euer politisch motivierter Hass auf Präsident Trump macht euch fast vollständig blind für die Brillanz unserer amerikanischen Soldaten."
Wie n-tv.de berichtet, sorgte der Pentagon-Chef bereits früher am Tag für Aufsehen: Bei einem Gottesdienst im Verteidigungsministerium las er ein Gebet vor, das auf einem Monolog aus dem Film "Pulp Fiction" basiert. Es handelt sich um die bekannte Szene mit Samuel L. Jackson als Auftragsmörder Jules Winnfield. Hegseth erklärte, das Gebet trage in der Militärwelt den Namen "CSAR 25:17" und werde von Piloten vor Rettungsmissionen gesprochen.
Die Trump-Regierung stand zuletzt bereits wegen eines Streits mit Papst Leo XIV. in der Kritik. Der neue Papst hatte angesichts des Iran-Kriegs zu Frieden aufgerufen und die "sinnlose und unmenschliche Gewalt" im Nahen Osten verurteilt. Trump reagierte mit heftiger Kritik und warf dem Papst vor, sich mit einem Land gemein zu machen, das nach Atomwaffen strebe.
Zudem beanspruchte Trump das Verdienst für die Papstwahl für sich: Leo XIV. sei nur gewählt worden, weil er Amerikaner sei. Ohne ihn im Weißen Haus wäre Leo nicht im Vatikan, behauptete der US-Präsident. Der Papst zeigte sich davon unbeeindruckt.
Kurz nach Beginn des Disputs postete Trump auf seiner Plattform Truth Social ein Bild, das ihn als Jesus zeigt. Nach massiver Kritik löschte er es zwar – legte aber am Mittwoch nach: Ein neues Bild zeigt ihn Seite an Seite mit Jesus Christus, der ihn umarmt.