Peschek: "Wegen Corona keine Geldspende für Austria"

Christoph Peschek: "Jeder Derbysieg ist etwas Besonderes und davon möchte ich noch viele erleben."
Christoph Peschek: "Jeder Derbysieg ist etwas Besonderes und davon möchte ich noch viele erleben."GEPA pictures
Rapid gastiert heute beim LASK. Christoph Peschek, Rapids Finanzchef, im "Heute"-Talk über Superliga, Austrias Finanzen, Fan-Rückkehr und Notverkäufe.  

„Heute“: Zwölf Top-Klubs wollen einen eigenen Bewerb, die Super League, gründen. Das stößt auf Kritik, auch bei Ihnen. Aber angenommen es kommt das Angebot: Rapid in die Super League! Bleibt es dann beim Nein zu den Millionen?

Christoph Peschek: "Ja, wir haben dazu eine ganz klare Position: Rapid ist ein Verein für Fans, nicht für Rendite. Diese zwölf Klubs eint, dass sie entweder hoch verschuldet oder im Eigentum von Investoren sind. Die nehmen auf Tradition und Werte keine Rücksicht. Diese „Money League“ stellt das Ziel der Profitmaximierung mit einer geschlossenen Liga über den sportlich fairen Wettkampf. Das ist bedenklich. Der Fußball soll auch in herausfordernden Zeiten vielfältig bleiben. Sportlich, wirtschaftlich und sozial."

"Jeder Derbysieg ist etwas Besonderes und davon möchte ich noch einige erleben"

Apropos wirtschaftlich: Die Austria bangt um die Lizenz. Als es 1860 München einst schlecht ging, haben ihnen die Bayern geholfen. Daher ganz ohne Häme: Kann Rapid den Lokalrivalen in irgendeiner Form unterstützen?

"Schwer. Auch aufgrund der aktuellen Corona-Situation, die alle Vereine zum Sparen zwingt, können wir keine Geldspende machen. Aber ich hoffe, dass die Austria am Ende die Lizenz erhält und weiter in der Liga ist. Jeder Derbysieg ist etwas Besonderes und davon möchte ich bei Rapid noch einige erleben."

Rapid hat die Lizenz für kommende Saison in erster Instanz erhalten. Ab wann sind in der Klub-Rechnung wieder Fans im Allianz-Stadion erlaubt?

"Ganz klar mit Saisonbeginn, wenn die von der Regierung in Aussicht gestellte Normalität im Sommer wieder einkehrt."

"Auch wenn uns Corona mit voller Wucht traf, wird es keine Notverkäufe geben"

Mit Yusuf Demir und Ercan Kara hat Rapid zwei Juwele am Transfermarkt. Müssen sie verkauft werden?

"Auch wenn uns Corona mit voller Wucht getroffen hat, wird es bei uns generell keine Notverkäufe geben."

Rapid spielt heute beim LASK. Wer ist Österreichs Nummer zwei – sportlich und finanziell: Rapid oder die Linzer?

"Unser sportliches Ziel ist jede Saison ein Platz in den Top 3. Wirtschaftlich gesehen ist die Corona-Zeit für uns sicher herausfordernder. Wir hatten zuletzt einen Zuschauerschnitt von 20.000, der LASK in Pasching 5.000."

Autor: Klaus Pfeiffer

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