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Peta kauft Aktie der Louis-Vuitton-Gruppe

Heute Redaktion
14.09.2021, 12:54

Um ihren Kampf gegen Reptil-Lederwaren voranzutreiben, hat die Tierschutzorganisation nun Geld in das Luxus-Unternehmen investiert. Denn: Wer Aktien besitzt, darf mitreden.

Seine schlimmste Feindin ausknocken, indem man sich mit ihr anfreundet: Was eigentlich ein Tussi-Trick aus irgendwelchen US-Cheerleader-Filmen ist, macht sich auch Peta zunutze – so in etwa zumindest. Mit der Absicht, bei der Herstellung der Luxus-Lederwaren ein Wörtchen mitzureden, hat die Tierschutzorganisation nach Hermès und Prada nun auch eine Aktie der LVMH-Gesellschaft gekauft. Vor allem die Nutzung exotischer Tierhäute ist Peta ein Dorn im Auge.

"Bei jeder einzelnen Recherchearbeit zur Herstellung von Exotenleder haben wir aufgeschnittene, im Sterben liegende Tiere zusammengepfercht in dreckigen Ställen vorgefunden. (...) Peta wird nicht lockerlassen, bis LVMH den Verkauf von Taschen, Uhrbändern oder Schuhen, die aus Reptilienhaut gemacht sind, komplett einstellt", so die Peta-Vorsitzende Ingrid Newkirk.

Ein Sprecher des Unternehmens streitet die Vorwürfe ab: "Schon seit 2014 arbeitet die LVMH-Gruppe nicht mehr mit den Farmen zusammen, von denen hier die Rede ist. Die Herstellungsbedingungen, die Peta erwähnt, gehen komplett gegen unsere Prinzipien und Regeln." Ob Peta tatsächlich auch ohne konkrete Hinweise Geld in eine LVMH-Aktie investieren würde? Das wagen wir zu bezweifeln.

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