Vor 25 Jahren verlor Peter Kraus (87) seine Adoptivtochter Gaby. Im Alter von nur 39 Jahren starb sie im Oktober 2001 an Brustkrebs. Nun bricht der Wiener Rock'n'Roll-Sänger sein Schweigen und macht dabei einem Arzt schwere Vorwürfe.
Gaby war die leibliche Tochter von Peters Ehefrau Ingrid Kraus (82) aus einer früheren Beziehung. Als Gaby sieben Jahre alt war, heiratete Peter ihre Mutter und adoptierte das Mädchen.
Als Gaby die Diagnose Brustkrebs bekam, lehnte sie es kategorisch ab, vom Ruhm ihres Vaters zu profitieren. "Sie hat sich immer geweigert, meinen Namen in irgendeiner Form zu Hilfe zu nehmen. Weil sie dachte, so ein 'Schickimicki-Arzt' sei nicht ihre Sache, wechselte sie zu einem anderen Arzt", erzählt Peter Kraus im Interview mit der Zeitschrift "Meine Freizeit". Und fügt mit Schmerz hinzu: "Das war mit Sicherheit ein Fehler. Sonst könnte sie noch leben."
Ehefrau Ingrid erinnert sich an das, was danach kam und wird dabei besonders deutlich. Der neue Arzt habe die Diagnose zunächst verharmlost: "Das sei bestimmt nur ein Milchknoten in der Brust. Aber zu ihrer Beruhigung würde er eine Biopsie machen." Diese Biopsie fand jedoch nie statt. Stattdessen wurde der Knoten ohne Vollnarkose entfernt.
"Ohne Narkose, nur unter örtlicher Betäubung, hat er diesen Knoten rausgeschnitten. Und hinter dem Knoten war gleich noch einer. Damit war eigentlich von vornherein alles aus", sagt Ingrid. Ihr Urteil ist unmissverständlich: "Sie ist einfach nicht richtig behandelt worden."
25 Jahre später sitzt der Schmerz noch genauso tief. "Peter war mir eine absolute Stütze. Wir haben in der Zeit so viel Schreckliches erlebt", so Ingrid abschließend.