Pferdefleisch-Skandal: DNA-Tests sollen helfen

Der irische Ratsvorsitzende, Landwirtschaftsminister Simon Coveney, hat sich vor Beginn des Mini-Agrarrats mit sieben seiner Ressortkollegen in der EU angesichts des Pferdefleisch-Skandals auch für mehr DNA-Tests ausgesprochen. "Ich erwarte, dass die Kommission einige Vorschläge auch bezüglich mehr DNA-Tests vorlegen wird. Notwendig ist eine europaweite Antwort", sagte Coveney in Brüssel. Doch auch in Deutschland besteht der Verdacht, dass als Rindfleisch deklariertes Pferdefleisch auf den Teller gelangt ist.

Der irische Ratsvorsitzende, Landwirtschaftsminister Simon Coveney, hat sich vor Beginn des Mini-Agrarrats mit sieben seiner Ressortkollegen in der EU angesichts des Pferdefleisch-Skandals () auch für mehr DNA-Tests ausgesprochen. Auch in Deutschland besteht der Verdacht, dass als Rindfleisch deklariertes Pferdefleisch auf den Teller gelangt ist.

Die Kommission habe die "Verpflichtung, einzugreifen". Insgesamt seien acht Staaten bei dem Mini-Agrarrat vertreten, die allesamt durch den Skandal betroffen seien. Neben Irland sind dies Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Schweden, Rumänien, Polen und nun auch Deutschland. Zuletzt hatte sich herausgestellt, dass auch in Deutschland der Verdacht besteht, dass als Rindfleisch deklariertes Pferdefleisch auf den Teller gelangt ist.

Coveney bezeichnete es als "völlig inakzeptabel, dass Pferdefleisch als Rindfleisch deklariert" worden sei. Es gehe nun darum, die Verantwortlichen zu suchen. In den nächsten Tagen werde sich auch zeigen, ob ein Gesundheitsproblem auftrete.

Vollständige Aufklärung notwendig

Derzeit sei es eine Betrugsangelegenheit, eine falsche Kennzeichnung. Eine vollständige Aufklärung sei auch notwendig, damit eine Bedrohung des Binnenmarkts durch sinkendes Konsumentenvertrauen vermieden werde. Es sei sowohl notwendig, die Gesetze zu verschärfen, als auch die Kontrollen auszudehnen.

Österreich wird bei dem Rat nicht vertreten sein. Bei dem Treffen gehe es in erster Linie um den Austausch von Informationen, sagte EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg in Brüssel. Denkbar sei, dass der Herkunftsnachweis auf weiterverarbeitete Fleischprodukte ausgeweitet werde. Es sei offensichtlich, dass irgendwo in der Produktionskette jemand in betrügerischer oder nachlässiger Weise Produkte falsch deklariert habe, sagte Borg.

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