Pflege-Pendler dürfen weiterhin Grenze passieren

Am Freitag sorgte eine ungarische Pendler-Verordnung für große Beunruhigung im Burgenland. Doch das Passieren der Grenze war zumindest am Samstag weiterhin möglich.
Am Freitag schockte eine ungarische Notverordnung das Burgenland. Demnach müssten sich sämtliche Personen, die nach Ungarn einreisen, in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Vor allem die Pflege und das Gesundheitswesen wären von der Einhaltung dieser Verordnung massiv betroffen.

Doch wie Redakteure des ORF Burgenland am Samstag im Zuge von Lokalaugenscheinen in Nickelsdorf und Klingenbach feststellten, ist das Passieren der Grenze für Tagespendler weiterhin möglich. Jedenfalls war es am Samstag so.

Informelles Agreement



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Noch am Freitag wandte sich Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in einem Schreiben an Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Außenminister Alexander Schallenberg mit der Bitte umgehend bilaterale Gespräche aufzunehmen.

Wie die Redakteure im Gespräch mit Pendlern feststellten, ist das Passieren der Grenze weiterhin möglich, wenn sie einen Arbeitsnachweis und ein Dokument mit der Wohnadresse mit sich führen würden.

Aus dem Büro Doskozils war am Samstag zu vernehmen, dass diese Grenzübertritte nur durch ein auf informellem Wege zustande gekommenes Agreements möglich seien. Dementsprechend fordert Doskozil, Rechtssicherheit für diese Pendler herzustellen. Diese Ausnahmegenehmigung trifft übrigens nicht nur auf Pflegepersonal, sondern auch auf Kräfte in der Landwirtschaft zu.



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