Nur Minuten bevor die pakistanische Unglücksmaschine am Hang zerschellte gab der Pilot einen Notruf ab. Die Blackbox wurde jetzt geborgen. Unter den Toten sich auch zwei Österreicher.
Kurz vor dem Flugzeugabsturz mit 48 Toten in Pakistan hat der Pilot in einem Notruf Probleme mit dem Triebwerk gemeldet. Etwa 13 Minuten später sei die Maschine vom Radarschirm des Kontrollturms verschwunden, sagte heute ein Sprecher der staatlichen Fluglinie Pakistan International Airlines (PIA).
Der PIA hatte die Turboprop-Maschine gehört. Das Flugzeug war gestern auf einem Inlandflug mit 42 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord an einem Berghang zerschellt. Es gab keine Überlebenden.
Unglücksursache unklar
Am Donnerstag erreichten Ermittler den Unglücksort in der Nähe der Stadt Hawalian im Norden des Landes, wie ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde sagte. Mittlerweile seien alle Leichen geborgen, sagte der zuständige Minister Tariq Chaudry.
Die Unglücksursache war heute weiter unklar. "Die Untersuchung kann einen Monat oder länger dauern", sagte das für die Luftsicherheit zuständige Regierungsmitglied Muhammad Irfan Elahi, der Nachrichtenagentur AFP.
Flugschreiber gefunden
Mit Hilfe von DNA-Tests werde nun die Identität der Opfer festgestellt. An Bord der Maschine waren auch drei Ausländer: zwei Österreicher und ein Chinese. Die Österreicher haben laut AFP in Pakistan an einem Wasserkraftprojekt gearbeitet. Die Bergungsmannschaften fanden nach Angaben der Luftfahrtbehörde auch die Flugschreiber der Unglücksmaschine. Diese sollen nun ausgewertet werden.