Die Aussagen von Peter Pilz nach dem Aufkommen der Belästigungsvorwürfe sorgen weiter für Unmut. Er solle aufhören, Intrigen zu spinnen, meint ein Zeuge.
Oliver Stauber ist einer der namentlich bekannten Zeugen, die dabei waren, als Peter Pilz beim Forum Alpach 2013 eine junge Frau sexuell belästigt hat.
Zusätzlich beschuldigte ihn eine ehemalige Grünen-Mitarbeiterin, sie über 40 Mal sexuell belästigt zu haben. Pilz bestreitet dies und wirft der Frau Karrieregeilheit vor, hinter den Vorwürfen stecke politisches Kalkül.
Obwohl Peter Pilz schließlich seinen Rücktritt ankündigte, irritiert die Art und Weise, wie er über die Vorwürfe spricht, immer mehr.
Ein Zeuge des Alpbach-Vorfalls, Oliver Stauber (SPÖ) droht Pilz nun mit rechtlichen Schritten, wenn dieser seine Behauptungen, es handle sich bei all den Vorwürfen nur um eine politische Intrige, nochmals wiederhole.
Intrige?
"Pilz muss aufhören, eine Intrige zu spinnen, die es nicht gibt", sagt Stauber. "Ich behalte mir rechtliche Schritte vor, sollte Pilz die unhaltbaren Vorwürfe wiederholen", erklärte Stauber schriftlich.
Er selbst habe "null Interesse daran, dass Pilz nicht im Nationalrat ist - im Gegenteil", meint er. Eine politische Intrige, wie sie Pilz vermutet, sei "an den Haaren herbeigezogen", der Vorfall in Alpbach eine "wasserdichte Geschichte".
Drei Zeugen fürs Gericht
Stauber, seines Zeichens Anwalt und Nationalratskandidat für die SPÖ, empört das, er droht Pilz sogar mit rechtlichen Schritten.
Inklusive Stauber seien insgesamt drei Zeugen (Oliver Stauber, der Banker Christian Niedermüller und ein nicht namentlich bekannter Mann), bereit, vor Gericht gegen Pilz auszusagen.
Pilz trat Rücktritt
Nach der Veröffentlichung dieser Vorwürfe durch "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk kündigte Peter Pilz seinen Rücktritt an, er werde sein Mandat im Nationalrat nicht annehmen.
Am Montag herrschte dann wieder Verwirrung. Ein Rücktritt vom Rücktritt? Nein, es bleibt dabei.(Lesen Sie hier mehr dazu.)
(red)