Peter Pilz hatte bereits bei der Präsentation seiner zweiten "Plakatwelle" angekündigt, in den kommenden Tagen "mit allem was wir haben" gegen die FPÖ in den Kampf um noch unentschlossene Wähler zu ziehen. Jetzt behauptet die Liste Pilz, über Dokumente zu verfügen, welche den freiheitlichen Volksanwalt Peter Fichtenbauer in schwere Erklärungsnot bringen dürften.
"Schwarzes Saudi-Geld"
Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht ein nicht zu Stande gekommener Deal zwischen dem saudiarabischen Prinzen Khalid und der Hypo-Bank aus dem Jahr 2004. Damals wollte das Mitglied der saudischen Königsfamilie 300 Mio. Euro bei der Hypo anlegen, Fichtenbauer sollte die Rechtsberatung des Finanzgeschäftes übernehmen.
Für Pilz ist klar, warum es sich beim später abgeblasenen Geschäft in Wirklichkeit gehandelt haben soll. "Schwarzes Saudi-Geld sollte über eine Bank in Europa in sauberes Euro-Geld verwandelt werden", meint der Ex-Grüne Aufdecker und verweist auf Dokumente, die seiner Liste angeblich vorliegen sollen. Diese würden unter anderem Protokolle der Bank beinhalten, welche auch die Involvierung des ehemaligen Hypo-Chefs Wolfgang Kulterer in die Causa belegen sollen.
Auch die Staatsanwaltsschafts hatte 2010 bereits ermittelt, stellte jedoch ihre Ermittlungen wieder ein da keine Vortaten wie Untreue oder Betrug nachgewiesen werden konnten. Pilz: "Die Staatsanwaltschaft wusste, dass sie da bei einem Saudi Prinzen nicht weit kommen würden."
Pilz gegen "freiheitlichen Kreislauf"
Pilz kündigt an in den kommenden Tagen weiteres Material über Peter Fichtenbauer veröffentlichen zu wollen, dieser sei allerdings nur Teil einer größeren (freiheitlichen) Problematik. In einem 1-minütigen Video erklärt der Listenführer jetzt den Kreislauf der freiheitlichen Partei, wie er ihn sieht (siehe Oben). (mat)