Am Montag wurde der französische Kanute Nicolas Gestin Olympiasieger. Guillaume Berge, ein Mitglied des Trainerteams, feierte die Goldmedaille wohl etwas zu ausgelassen. Er wurde wegen Widerstand und Gewalt gegen Vollstreckungsbeamte verhaftet.
Wie die französische Zeitung "Le Parisien" berichtet, wurde er um 2:50 Uhr dabei erwischt, wie er an eine Wand urinierte. Als die Polizei ankam, wollte er schnell verschwinden. Dabei soll er einen Polizisten zu Boden gerissen und ins Gesicht geschlagen haben. Der Polizist soll dabei eine leichte Verletzung davon getragen haben.
Da der 33-Jährige sich weiter wehrte, setzte die Patrouille eine Elektroschockpistole ein. Weil diese nicht wirkte, soll ein Polizist auf das Verbandsmitglied eingeschlagen haben. Nach einem weiteren Tasereinsatz gelang es schließlich, ihn zu überwältigen.
Neben Ärger mit der französischen Justiz hat der Vorfall auch Konsequenzen im Job. Denn der französische Kanu-Verband will ihn nun loswerden. "Er ist zwar noch in unserer Belegschaft, aber wir sind dabei, den Vertrag aufzulösen. Das ist ein inakzeptables Verhalten!", sagte der Technische Direktor des französischen Verbands am Dienstag.