Lesen sorgt für nächsten PISA-Schock in Österreich

Die neue PISA-Studie steht an. Wie fallen die Noten für Österreich aus?
Die neue PISA-Studie steht an. Wie fallen die Noten für Österreich aus?Bild: picturedesk.com
Note nicht genügend? Drei Jahre nach den für Österreich besorgniserregenden Resultaten wurde die neue PISA-Studie präsentiert.
Unter einem "PISA-Schock" litt Österreich in der Vergangenheit. Bei der Studie, die alltags- und berufsrelevante Kenntnisse und Fähigkeiten von Schülern misst, zeigte sich bei der letzten PISA-Studie vor drei Jahren, dass heimische Schüler zwar in Mathematik stark sind, im Lesen aber deutlich schwächer als Schüler im OECD-Schnitt sind.

Für die neue Studie wurden nun weltweit rund 600.000 Schüler im Alter von 15 bis 16 Jahren "geprüft", untersucht wurden die Bereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Aus Österreich nahmen dabei 7.000 Schüler von rund 300 Schulen teil. Mit einem brisanten Vorzeichen: Mehr als die Hälfte der Fragen der Untersuchung behandelt das Thema Lesen.

Beim Lesen verschlechtert

Gerade im Bereich Lesen hat sich Österreich weiter verschlechtert. Der Mittelwert beträgt 2018 nur 484 Punkte, vor drei Jahren war es noch ein Punkt mehr. Ebenfalls gefallen sind die Leistungen beim naturwissenschaftlichen Bereich: 490 Punkte erreichte man dieses Mal, damals waren es noch 495. Bei Lesen und in Naturwissenschaften liegt Österreich nun allerdings im OECD-Schnitt.

Stark schnitten die österreichischen Schüler in Mathematik ab, hier konnte man sich von 497 auf 499 Punkte verbessern, der OECD-Schnitt liegt bei 489. Was die Studie aber insgesamt zeigt: Österreich hat sich im OECD-Schnitt nicht aus eigener Kraft verbessert, sondern durch die größere Verschlechterung anderer Länder.

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Deutlich besser als die heimischen Schüler schnitten die 15- und 16-Jährigen in Deutschland und Slownien ab, deutlich schlechter jene in Ungarn, Italien und der Slowakei. Gleichauf liegen mit Österreich Tschechien und die Schweiz. Die besten Schüler Europas dürften Estland und Finnland haben. Weltweit haben asiatische Länder die Nase vorne, vor allem Singapur.



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