Der australische TV-Sender Channel 7 hat ein Video ausgestrahlt, in dem Oscar Pistorius jene Nacht nachstellt, in der er seine Freundin erschoss. Im Film ist der an beiden Knien amputierte Pistorius zu sehen, wie er auf seinen nackten Beinstümpfen läuft und mit einer Hand eine schussbereite Pistole imitiert. Seine tote Freundin wird von Pistorius' Schwester gespielt.
Der australische TV-Sender Channel 7 hat ein Video ausgestrahlt, in dem Oscar Pistorius jene Nacht nachstellt, in der er seine Freundin erschoss. Im Film ist der an beiden Knien amputierte Pistorius zu sehen, wie er auf seinen nackten Beinstümpfen läuft und mit einer Hand eine schussbereite Pistole imitiert. Seine tote Freundin wird von Pistorius' Schwester gespielt.
Es wird gezeigt, wie der 27-Jährige um Hilfe ruft. Dann trägt er seine Schwester Aimee, die als Double für das Opfer Reeva Steenkamp auftritt, die Treppen hinunter.
Video sollte Pistorius' Anwälten helfen
Das Video diente als Vorlage für eine animierte Version, mit deren Hilfe Pistorius' Anwälte sich auf den Prozess vorbereitet hatten. Die Verteidigung hatte das Video bei einer auf forensische Animation spezialisierten US-Firma in Auftrag gegeben. Pistorius' Anwalt Brian Webber kritisierte, Channel 7 habe sich das Video illegal beschafft und es entgegen Absprachen noch vor Verfahrensende veröffentlicht.
Es drohen bis zu 25 Jahre Haft
Pistorius steht seit März wegen der Tötung seiner Freundin vor Gericht verantworten. Er gibt zu, Steenkamp durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen zu haben. Allerdings will er sie für einen Einbrecher gehalten und deshalb in Panik geraten sein. Die Anklage ist dagegen überzeugt, dass Pistorius seine Freundin nach einem Streit erschoss. Sollte er schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu 25 Jahre Haft.
Beim Prozess geht es turbulent zu: Letzte Neuigkeiten sind, dass Pistorius gewesen sein.
APA/red.