Österreich

Pizzeria in die Luft gejagt: Jetzt hagelt es Haftstr...

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:55

Im März 2017 explodierte eine Pizzeria in Hollabrunn. Das Feuer war aus versicherungsbetrügerischer Absicht gelegt worden. Die Beteiligten wurden jetzt zu Haftstrafen verdonnert.

Ein komplett ausgebranntes Lokal, zerstörte Autos, 20 evakuierte Wohnungen – am 13. März 2017 hinterließ eine heftige Explosion in einer Hollabrunner Pizzeria eine Spur der Verwüstung. Ermittlungen ergaben: Das Feuer war im Auftrag des Lokalbetreibers von der Tschetschenen-Mafia gelegt worden – "Heute" berichtete.

Mehrjährige Haftstrafen

Beim Prozess am Wiener Landesgericht belasteten sich die Angeklagten gegenseitig, nach sechs Wochen und elf Verhandlungstagen hagelte es für die Beteiligten nun mehrjährige Haftstrafen.

Der Lokalbesitzer (40), ein Österreicher mit türkischen Wurzeln, der das Feuer in Auftrag gegeben hatte, bekam dreieinhalb Jahre Haft aufgebrummt. Sein Neffe, der den Onkel bei den Plänen unterstützte, muss vier Jahre hinter Gitter (er war bereits einschlägig vorbestraft). Die beiden Tschetschenen (28 und 43 Jahre), die in der Pizzeria Benzin vergossen und sie angezündet hatten, fassten drei und vier Jahre Haft aus.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Urteile nicht rechtskräftig

Auch verurteilt wurden ein Friseur, der den Kontakt zwischen dem Wirten und den Brandstiftern hergestellt hatte – zwei Jahre Haft, davon acht Monate unbedingt. Jener Tschetschene, der die Täter nach Hollabrunn geführt hatte, bekam 30 Monate, davon zehn Monate unbedingt. Ein vierter Tschetschene, der den Neffen des 40-Jährigen im Anschluss an die Explosion erpresst haben soll, wurde wegen Nötigung zu vier Monaten verdonnert.

Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

(nit)

Weitere Storys