Pneumokokken: Kinder könnten Sepsis bekommen

Bild: Fotolia/Symbolbild

Sie treten zumeist im Doppelpack auf: Streptococcus pneumoniae-Keime (Pneumokokken) erscheinen unter dem Mikroskop am häufigsten als an einander gelagerte Zwillings-Bakterien. Gefährlich sind sie speziell für Kleinkinder und ältere Menschen indem sie Gehirnhautentzündungen, Sepsis und Pneumonien verursachen. Kleinkinder sollten auf jeden Fall geimpft werden, ebenso Menschen über 50.

, Sepsis und Pneumonien verursachen. Kleinkinder sollten auf jeden Fall geimpft werden, ebenso Menschen über 50.

Seit 1. Februar dieses Jahres ist die generelle Pneumokokkenimpfung auch Bestandteil des kostenlosen österreichischen Kinder-Immunisierungsprogrammes.

Im zweiten und dritten Lebensjahr sind 60 Prozent der Kinder mit S. pneumoniae 'besiedelt', im Schulkindalter 25 bis 35 Prozent. Bei Erwachsenen gibt es in der Regel eine sehr geringe Kolonisierung (um die vier Prozent, Anm.), außer bei Erwachsenen mit kleinen Kindern.

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung "trägt" die Keime ohne Erkrankung vor allem im Nasen-Rachen-Raum. Manchmal - vor allem bei Schwächung des Immunsystems (z.B. durch eine Virus-Influenza) - wird daraus dann eine Infektion. Das geht von der Mittelohrentzündung über Lungenentzündungen bis zum Übertritt der Keime in die Blutbahn, möglicher Sepsis bzw. Meningitis.

Weltweit gibt es jährlich 14 Millionen Fälle von invasiven Pneumokokken-Infektionen, vier Millionen Todesfälle, davon 820.000 bei Kindern unter fünf Jahren.

Die klare Empfehlung deshalb: Jedes Baby sollte ab dem dritten Lebensmonat gegen die Pneumokokken immunisiert werden. Für Menschen ab 50 wird die Pneumokokkenimpfung ebenfalls seit Jahren empfohlen.

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