Geheimtransport für Genua-Brückentrümmer

Beim Kollaps der Brücke in Genua verloren 43 Menschen ihr Leben. Schweizer Experten sollen nun nach der Ursache der Katastrophe suchen – unter strenger Geheimhaltung.
Zwei Lastwagen machten sich am Montag in Genua auf den Weg nach Zürich. Die Schwertransporter waren mit Trümmerteilen der Morandi-Brücke beladen, wie die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt Empa in Dübendorf (Kanton Zürich) gegenüber "20 Minuten" bestätigt.

"Heute werden die Teile dann langsam und vorsichtig vom Tieflader abgeladen und in unseren Labors für die Untersuchung vorbereitet", sagt Empa-Sprecher Rainer Klose.

Video: Brückeneinsturz in Genua

Quelle: Tamedia/Guardia di Finanza Genova


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Brückeneinsturz in Genua
Brückeneinsturz in Genua


Drei Trümmerteile der Brücke sollen hier untersucht werden. Ein 3,5 Meter großer Zuganker aus Beton, aus dem gebrochene und verrostete Metallstäbe herausragen, gelten laut einem Bericht im "Blick" als Schlüssel zur Tragödie.

Leiter der Untersuchung ist Professor Bernhard Elsener. Er ist Gemeindepräsident von Rüschlikon (Kanton Zürich), führender Werkstoffwissenschaftler und Dozent an der ETH Zürich und der Universität im sardischen Cagliari.



"Die Arbeit in den Labors geschieht unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zur Art und zum Fortgang der Laboruntersuchungen bei diesem aktuellen Fall können wir keine Angaben machen – die Ergebnisse sind zunächst nur für die Gerichtsgutachter bestimmt", betont Rainer Klose gegenüber "20 Minuten".

Die Untersuchungsbehörden in Italien würden die Ergebnisse dann im Rahmen der Anklageerhebung veröffentlichen. Beim Einsturz der Morandi-Brücke am 14. August kamen 43 Menschen ums Leben.

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(red/20 Minuten)

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