Polit-Streit wegen Paraguay-Reise von FPÖ-Mandataren

Eine Flugreise einer FPÖ-Delegation sorgt für Unverständnis bei der ÖVP. 
Eine Flugreise einer FPÖ-Delegation sorgt für Unverständnis bei der ÖVP. picturedesk.com
Weil eine FPÖ-Delegation ins südamerikanische Paraguay geflogen ist, zürnt die ÖVP. Der Vorgang sei ein "unzumutbares" Verhalten in der Pandemie. 

In einer Aussendung zeigt sich der ÖVP-Bundesrat Karl Bader empört über eine Paraguay-Reise, die FPÖ-Außensprecher Axel Kassegger, der ehemalige Dritte Nationalratspräsident Martin Graf und Ex-Generalsekretär Christian Hafenecker unternommen haben. Die "Kronen Zeitung" berichtete am Mittwoch von dieser Reise. 

Gegenüber der APA betont die FPÖ, dass es sich um eine "normale parlamentarische diplomatische Reise" gehandelt habe. Die Aufregung versteht die FPÖ nicht, denn im Zuge der Reise seien sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten worden. Die Reise sei zudem aus der eigenen Tasche finanziert worden und mit dem Außenministerium abgesprochen gewesen. 

"Ein Schlag ins Gesicht"

Anders bewertet dies Karl Bader, der für die ÖVP im Bundesrat sitzt. Er attestiert dem freiheitlichen Trio ein Verhalten das "unzumutbar, verantwortungslos und ein Schlag ins Gesicht jener Menschen, die seit einem Jahr alle Maßnahmen im Lockdown mittragen" sei. "Hierzulande kämpfen wir mit der schwersten Pandemie seit 100 Jahren, und Hafenecker fliegt mit zwei Kollegen in ein Land, für das es aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus eine Reisewarnung des Außenministeriums gibt" zürnt der Niederösterreicher Bader.

Es sei einfach unfassbar, wie die Freiheitlichen hier agierten, während das Land im Lockdown ist. "Ich nehme meine Verantwortung in dieser Gesundheitskrise als Bundesrat und als Bürgermeister (von Rohrbach, Anm.) wahr, während Herr Hafenecker und seine Kollegen völlig abgehoben und verantwortungslos agieren", so Bader abschließend. 

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