Polit-Zeugnis: ÖVP bleibt überlegen vorn

Gernot Blümel und Sebastian Kurz
Gernot Blümel und Sebastian Kurzpicturedesk.com
"Unique Research" stellte für "Heute" 800 Österreichern die Sonntagsfrage. Der ÖVP wird viel verziehen, die Opposition kann die Skandale nicht nutzen.

13 Prozentpunkte Vorsprung auf Platz zwei: Trotz Turbulenzen um den U-Ausschuss kann die ÖVP der Sommerpause entspannt entgegensehen. Das Zeugnis der Wähler fällt milde aus, zeigt die "Heute"-Umfrage von "Unique Research" . Details:

ÖVP weiterhin unangefochten

Im März kam Türkis auf 36 Prozent, drei Monate und einige politische Patzer später sind es immer noch 35 Prozent und damit fast das Wahlergebnis von 2019. Zugute kommen der ÖVP wohl die Ansagen beim Thema Abschiebungen nach Afghanistan nach dem Mädchenmord, so Meinungsforscher Peter Hajek.

SPÖ-Parteitag hinterlässt Spuren

Statt die ÖVP-Skandale ausnützen zu können, diskutiert die SPÖ wieder einmal über interne Befindlichkeiten. Resultat: 22 Prozent und kaum eine Verbesserung zum historisch schlechtesten Ergebnis bei einer Nationalratswahl (21,2 Prozent). Im März waren es noch 23 Prozent.

FPÖ mit Kickl stabil

Der Obmannwechsel von Norbert Hofer zu Herbert Kickl hat kaum Auswirkungen für die Blauen. Im Vergleich zum März gibt es nur ein Mini-Minus von 18 auf 17 Prozent. Profitieren könnte die FPÖ von der neu entflammten Asyldebatte.

Grüne erholen sich

Im März lagen die Grünen mit 11 Prozent weit von ihrem Ergebnis 2019 entfernt. Jetzt sind es 13 Prozent. Damit rückt auch die Mehrheit für Türkis-Grün wieder in Reichweite. Gut für die Ökos: die Instabilität der SPÖ, analysiert Hajek.

Pinkes Plus

Auch wenn die Neos mit Sepp Schellhorn einen ihrer profiliertesten Abgeordneten verloren haben: In der Wählergunst legen sie auf 12 Prozent zu.

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