Politiker-Mord gestanden: "Ich habe geschossen"

Der CDU-Politiker Walter Lübcke war am 2. Juni 2019 vor seinem Haus mit einem Kopfschuss getötet worden. Die Behörden gehen von einem rechtsextremen Motiv aus.
Der CDU-Politiker Walter Lübcke war am 2. Juni 2019 vor seinem Haus mit einem Kopfschuss getötet worden. Die Behörden gehen von einem rechtsextremen Motiv aus.(Bild: picturedesk.com)
Stephan E., Hauptverdächtiger im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, gestand nun die Tat.

Es war ein Fall, der ganz Europa schockte und von niemandem für möglich gehalten wurde. Im Juni vergangenen Jahres wurde der CDU-Politiker Walter Lübcke tot auf der Veranda seines Hauses aufgefunden. Der Kasseler Regierungspräsident starb an einem Kopfschuss, der Tatort lies den Eindruck einer regelrechten Hinrichtung vermuten. "Heute" berichtete.

Der Anlass für den Mord wurde bereits im Herbst 2015 gesetzt. Lübcke informierte damals auf einer Bürgerversammlung über ein geplantes Flüchtlingslager, das bald eröffnet werden sollte. Einige rechtsextreme Gruppierungen waren auf der Versammlung vertreten, buhten Lübcke aus und starteten in den darauffolgenden Monaten eine Hasskampagne im Internet mittels aus dem Kontext gerissenen Videoausschnitten. Schon damals erhielt er Morddrohungen.

Mord als Reaktion auf Äußerungen über Flüchtlinge

Bestritt der Hauptangeklagte Stephan E. die Tag im Jänner noch, ließ der 46-Jährige nun am Oberlandesgericht Frankfurt über seinen Anwalt verlesen "Ich habe geschossen". Laut Generalbundesanwaltschaft handelte er aus rechtsextremistischen Motiven. Hilfe hatte er dabei von Markus H. Dieser war laut Stephan E. ebenso am Tatort und habe ihn weitergehend zur Tat angestachelt.

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