Politiker: Österreicher Schuld an Lockdown in Bayern

Der Landrat des niederbayerischen Landkreises Rottal-Inn, Michael Fahmüller (CSU), glaubt, dass Grenzpendler Schuld sind an den hohen Zahlen in Bayern.
Der Landrat des niederbayerischen Landkreises Rottal-Inn, Michael Fahmüller (CSU), glaubt, dass Grenzpendler Schuld sind an den hohen Zahlen in Bayern.Facebook
In Bayern gilt seit Mitternacht für 120.000 Einwohner der Lockdown. Ein Politiker sagt: Die laschen Maßnahmen in OÖ sind (Mit-)Schuld.

Im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn gilt seit heute der Lockdown. 120.000 Einwohner sind betroffen. Der Landkreis grenzt direkt ans Innviertel in Oberösterreich. Landrat Michael Fahmüller (CSU) glaubt, dass die Nähe zu Österreich Schuld ist an den enorm gestiegenen Corona-Zahlen: „Das muss man offen sagen“, so der Landrat laut "Bild".

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, es sei nun entscheidend, dass Grenzpendler auf Infektionen getestet werden.

Neue Teststation für Pendler

In Simbach am Inn, das ja direkt neben Braunau auf deutscher Seite liegt, soll eine neue Teststation entstehen.

Fahmüller sagt, er könne zwar nicht beweisen, dass Österreicher Schuld sind an den hohen Infektionszahlen. Aber: Es hätte in Österreich lange nicht so strenge Maßnahmen gegeben wie in Bayern.

Lockdown ist in Kraft

Seit Mitternacht gilt der Lockdown. Heißt: Ausgangsbeschränkungen, Schulen und Kindergärten sind zu, Veranstaltungen wurden abgesagt.

Dabei sind die Werte bei den Zuwachsraten in Bayern niedriger als in Oberösterreich. In Rottal-Inn gab es in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner laut Landesamt für Gesundheit (LGL) 279 Neuinfektionen. In OÖ liegt dieser Bezirk (z.B. in Ried, Grieskirchen) laut AGES derzeit bei über 400.

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