Welt

Politiker prügelten sich ins Krankenhaus

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:58

Zu einem Gewaltausbruch kam es im Parlament von Venezuela nach Protesten der Opposition gegen Parlamentspräsident Diosdado Cabello. Dieser hatte den Abgeordneten das Wort verweigert, weil diese den Sieg Maduros bei der Präsidentenwahl am 14. April nicht anerkennen wollen.

Das Oppositionsbündnis MUD sprach von einem "Staatsstreich im Parlament". Das Ergebnis der Wahl wird derzeit auf Drängen der Opposition von den Behörden überprüft. Die Kritik ließ erst böse Worte folgen, dann kam es zu einer Massenschlägerei. Elf Parlamentarier wurden dabei so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

Nach den Prügelszenen im Parlament von Venezuela haben die USA alle Seiten aufgerufen, weitere Spannungen zu vermeiden. Die Regierung in Washington sei "zutiefst besorgt" über die Tumulte, bei denen nach Angaben der Opposition in Caracas elf ihrer Abgeordneten von sozialistischen Parlamentariern verletzt worden waren, erklärte Außenamtssprecher Patrick Ventrell am Mittwoch (Ortszeit) in Washington.

Zugleich sicherte er den Verletzten die Solidarität der US-Regierung zu. "Die Gewalt hat in einem demokratischen System keinen Platz und ist gerade in der Nationalversammlung unangebracht", sagte er. Der Lateinamerika-Berater von US-Präsident Barack Obama, Ricardo Zúñiga, forderte die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro auf, der Opposition nicht länger mit Gefängnis zu drohen.

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